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Ein Hospiz für Coburg - Vortrag und Gespräch mit Vera Romahn

2013.04.08 Vortrag Hospiz Teaser

Der grüne Kreisverband Coburg-Stadt lud VertreterInnen des Vereins "Ein Hospiz für Coburg" ein. Vera Romahn und ihre BegleiterInnen informierten ausführlich über das Thema während eines Vortrags im Grünen Büro, dem sich ein intensives Gespräch anschloss.

 

Was ist Hospizarbeit? Für Vera Romahn beginnt Hospizarbeit dann, wenn bei sterbenskranken Menschen medizinisch nichts mehr zu machen ist, aber: "Dann gibt es noch viel zu tun!" Der Hospizverein Coburg bietet seit September 1995 Sterbenskranken und ihren Angehörigen ambulante psychosoziale Begleitung an. Der Verein bildet Sterbebegleiter aus und macht Supervisionen. Der Verein Lebensraum hat das Ziel, ein Hospiz, also eine stationäre Einrichtung, in Coburg zu verwirklichen. Die durchschnittliche Verweildauer von Sterbenskranken in einem Hospiz sind 19 Tage, der Personalschlüssel beträgt 1:1,1 (im Vergleich: der Personalschlüssel in einem Pflegeheim beträgt 1:10). Es sind meist Alleinlebende ohne Angehörige, die als Sterbenskranke in ein Hospiz wollen, aber auch Menschen suchen Hilfe, deren Wohnverhältnisse eine Pflege und Betreuung zuhause unmöglich machen oder die zuhause nicht sterben wollen, zum Beispiel um Kinder und nahe Angehörige nicht zu belasten. Die Aufnahme in ein Hospiz wird von der Palliativstation eines Krankenhauses, von Hausärzten oder dem Medizinischen Dienst in die Wege geleitet.

 

Frau Romahn zeigte am Beispiel verschiedener Hospize in Naila, Bayreuth, Erlangen und Meiningen verschiedene Ansätze und Lösungen. Im Zentrum der Hospizarbeit soll immer der Mensch stehen, deshalb wäre die spirituelle Ebene besonders wichtig ("Ein Hospiz soll das Zuhause möglichst gut ersetzen!"). Wichtig wäre aber auch die betriebswirtschaftliche Seite. So müssen 10 Prozent der Kosten durch Spenden getragen werden. Das in Coburg geplante Hospiz wird den Caritasverein als Träger und Betreiber haben. Die Finanzierung ist gesichert: "Aktuell wird der 5-Jahres-Plan erarbeitet, der für die Genehmigung durch den Krankenkassenverband notwendig ist," so Frau Romahn. Eine Vielzahl von Hürden ist zu nehmen, um schlussendlich die Genehmigung aller Stellen zu erhalten. Der Stadtrat zu Coburg hat einer Bezuschussung zugestimmt, die Entscheidung des Coburger Kreistags steht noch aus. Gegenwärtig arbeitet ein Architekt an den Plänen des Hauses, das in der Kükentahlstraße in Coburg, gegenüber dem Seniorenheim St. Josef, errichtet werden soll. Spenden sind weiterhin nötig und herzlich willkommen, so die Vorsitzende des Vereins "Ein Hospiz für Coburg".

 

Weitere Informationen zum Verein und zum Projekt finden sich auf der Homepage von "Ein Hospiz für Coburg"

 

2013.04.08 Vortrag Hospiz 1

Vorstandssprecherin Martina Benzel-Weyh bei der Begrüßung und Einleitung zum Vortrag: "Wichtig wäre es, in ganz Deutschland Hospize zu haben, aber davon sind wir noch weit entfernt. Hospize sind wichtig, um das Ende eines Lebens mit Liebe erfüllen zu können."

 

2013.04.08 Vortrag Hospiz 2

Als Referentin zum Thema Hospiz in Coburg konnte Frau Vera Romahn vom Verein "Ein Hospiz für Coburg" gewonnen werden.

 

2013.04.08 Vortrag Hospiz 3

Die Gäste folgen den Ausführungen von Vera Romahn.

 

2013.04.08 Vortrag Hospiz 4

Vera Romahn: "In einem Hospiz wird dem Tod entgegen gelebt!" Dies in einem würdigen, möglichst positiven und entspannenden Umfeld tun zu können und die entsprechende Umgebung dafür bereit zu stellen, ist die Aufgabe des Vereins, dem Frau Romahn als geschäftsführende Vorsitzende vorsteht.

 

2013.04.08 Vortrag Hospiz 5

Helga und Michael Schadeberg sind seit vielen Jahren für den Verein "Ein Hospiz für Coburg" tätig und kennen die Geschichte des Vereins und die Planung des Hospizhauses, das nun gebaut werden soll, von Anfang an. Auch sie setzen sich engagiert für die Ziele des Vereins ein und bringen das Thema immer wieder ins Bewusstsein. Ein Thema, das in unserer Gesellschaft gerne verdrängt wird.

 

2013.04.08 Vortrag Hospiz 6

Helga Knirsch, Vorsitzende des Vereins "Verwaiste Eltern" und als Hospiz- und Trauerbegleiterin ehrenamtlich Tätige, berichtete von wichtigen Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, um gute Hospizarbeit für Sterbende und deren Angehörige möglich zu machen.

 

Wolfgang Weiß

Ina Sinterhauf

14.04.2013

 

 

 

 

 

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