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Abitur 2011 in Bayern: G8 und G9 haben's geschafft !

ABI

Das Jahr 2011 - für Bayerns AbiturientInnen und GymnasiallehrerInnen ein besonderes Jahr. Zwei Abiturjahrgänge, G8 und G9. Viel zu pauken, viel zu korrigieren. Auch für Bayerns Bildungsminister ein besonderes Jahr: Den ersten G8-Jahrgang ja nicht schlecht abschneiden lassen!

 

Schon eine Weile her, dass Monika Hohlmeier, die seinerzeitige bayerische Ministerin für Unterricht und Kultus, auf Stoibers Geheiß und mit Rückendeckung der CSU die Gymnasialzeit von 9 Klassen (G9) auf 8 Klassen (G8) verkürzte. Seitdem wird heftig über Sinn und Unsinn dieser bildungspolitischen Maßnahme diskutiert. Jüngst haben die letzten "G9-ler" und die ersten "G8-ler" in Bayern ihr Abitur gemacht. Nicht nur in Coburg sorgte das sogenannte "Spaenle-Dekret", das zwar nichts an den Ergebnissen der Abiturprüfung ändert, aber das Bestehen des Abiturs beim G8-Abiturjahrgang erleichtert, für Diskussion, wie man unter anderem im Coburger Tageblatt nachlesen konnte: "Spaenle-Dekret sorgt für Unruhe." Manche Studierende des Jahres 2011 werden 17 Jahre jung sein. - Als ich 1983 mit meinem Studium begann, war ich 22.

 

Als bildungspolitischer Laie sehe ich die relativ frühe Einschulung von Kindern genauso skeptisch wie die Verkürzung des Abiturs von 9 auf 8 Jahre. Ja, es gibt Kinder, die kommen mit Schule klar, auch wenn sie früher eingeschult werden und wenn sie sich in relativ kurzer Zeit vielen Veränderungen und Ansprüchen stellen müssen. Die sich von der anstrengendsten Schule nicht klein kriegen lassen und die Sache vom Anfang bis zum Ende sportlich sehen, die Herausforderung annehmen und an den Aufgaben wachsen, die man ihnen gibt. Kleine "Rambos" und "Laras", die ihren Weg machen werden. Aber es gibt auch viele Kinder und Jugendliche, die durch die Schule unglücklich gemacht werden, denen man die Freude am Lernen und am Leben nimmt, die sich minderwertig und aussortiert fühlen, weil sie sich in einem Umfeld, das sie nicht selbst bestimmen können, nicht angenommen fühlen, als Fremdkörper behandelt werden.

 

Henning Sussebach entschuldigt sich in einem "Brief" bei seiner zehnjährigen Tochter Marie für die Art Schule, die sie durchlaufen muss, weil unsere Gesellschaft eine solche Art von Schule offenbar will und die Eltern nicht verhindern, dass es derzeit diese Art von Schulbildung in Deutschland gibt. "Warum müssen Fünftklässler sogar sonntags mathematische Gleichungen lösen? Wieso geben sie den Gitarrenunterricht auf und haben keine Freunde mehr außerhalb ihrer Schulklassen? Weshalb dieser bildungspolitische Irrsinn?" Erklärungen auf diese Fragen von Henning Sussebach in der Wochenzeitung DIE ZEIT: "Liebe Marie,"

 

Dass wir uns schon seit Jahren mit der Bildungsmisere konfrontiert sehen, ohne wesentliche Schritte weiter gekommen zu sein, macht das Interview mit Dr. Fritz Reheis, dem Autor des Buches "Bildung kontra Turboschule" im Deutschlandradio Kultur deutlich, das im März 2008 aufgezeichnet wurde, und bis zum heutigen Tag leider nichts an Aktualität eingebüßt hat: "50 Prozent der Lerninhalte rauswerfen"

 

Grüne Bildungspolitik sieht anders aus: wir wollen in der Schule auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen, alle mit nehmen beim Lernen und bei der Bildung, integrieren und nicht separieren, den Schulen, LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen die Kompetenzen zubilligen, die sie haben und das Kultusministerium zu einer Einrichtung umgestalten, die das Schulleben moderiert und begleitet, statt es zu diktieren und zu gängeln. Mehr zu grüner Bildungspolitik findet sich auf der Internetseite von MdL Thomas Gehring, bildungspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion in Bayern, und dem Positionspapier zu Bildung von der grünen Bundestagsfraktion.

 

ABI 2011

 

Wolfgang Weiß

10.06.2011

 

 

 

 

 

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