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Eine neue Sporthalle am Anger: Passivhaus oder nicht?

2014.07.27 Teaser Passivhaus

Trotz defizitärem Haushalt ist der Bau einer neuen Schulsporthalle am Anger notwendig. In der Stadtratssitzung am 24. Juli wurde darüber diskutiert, was man sich leisten will und was nicht. So steht auch der Passivhausstandard in Frage. Für uns Grüne ist klar: Coburg ist Klimabündnisstadt! Coburg hat Vorbildfunktion! Wir müssen ein Zeichen setzen für Klimaschutz und Energieeffizienz!

 

Klimaschutz ist ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge: Gelingt es nicht, die Treibhausgasemissionen weltweit auf ein klimaverträgliches Maß zu reduzieren, wird es zu dramatischen Veränderungen kommen, die nicht mehr umkehrbar sind, zum Schaden von Ökosystemen, zum Schaden von Milliarden von Menschen. Coburg hat sich bereit erklärt, seinen Teil zum Schutz des Weltklimas zu leisten. Die Stadt ist seit 1993 Mitglied beim Klimabündnis europäischer Städte und hat sich damit zu einer deutlichen Reduktion von Treibhausgasemissionen verpflichtet.

 

Das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Coburg, das 2010 erstellt wurde, zeigt die einzelnen Bereiche auf, in denen dieses wichtige Ziel erreicht werden soll. Im Vorwort schreibt Hans-Heinrich Ulmann, damals als 3. Bürgermeister verantwortlich für die ihm unterstellte Stabsstelle Umwelt, die das Konzept erarbeitete: „Es gilt das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Coburg als Grundlage für weitere Anstrengungen zu sehen, bei denen jeder Einzelne in der Pflicht steht, seinen Teil zu tun, um unsere Stadt und unsere Region auch zukünftig lebenswert zu gestalten."

Im krassen Gegensatz dazu stehen seine Äußerungen während der letzten Stadtratssitzung, in der es unter anderem um den geplanten Neubau einer Schulsporthalle auf dem Anger ging. Ich plädierte dafür, dass die Stadt Coburg sich ihrer Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz stellt und die Halle im Passivhausstandard realisiert wird. Passivhausstandard bedeutet: Eine deutliche Verringerung des Energieaufwands für Heizen und Kühlen, eine deutliche Reduzierung des Primärenergieaufwands für den Betrieb der Halle. Dem stehen höhere Kosten für Dämmung und Belüftung gegenüber. Kosten, die durch die erreichte Energieeinsparung langfristig amortisiert werden. Hans-Heinrich Ulmann will jedoch, wie einige andere im Stadtrat, von Passivhausstandard nichts wissen, spricht sogar von einem „toten Pferd", das da geritten werde und begnügt sich mit den gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Im Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Coburg lesen sich die Passagen zum Passivhausstandard anders: Das Passivhaus scheint eher das Rennpferd zu sein, mit dem das Ziel Energieeffizienz und Klimaschutz schnell erreicht wird!

 

Geht's noch? Was nützt eine Mitgliedschaft in einem Klimabündnis, was nützt ein Integriertes Klimaschutzkonzept, wenn dem keine Taten folgen? Wenn man nicht mal Ernst macht mit den Anstrengungen zum Klimaschutz! Wenn man nicht mal anfängt, das umzusetzen, was im selbst erarbeiteten Integrierten Klimaschutzkonzept drin steht! Gerade bei einem großen Bauprojekt der Stadt, das für die nächsten Jahrzehnte richtungsweisend sein wird, muss auch in Zeiten knapper Kassen gezeigt werden: Wir sind uns unserer Verantwortung und unseren Selbstverpflichtungen in Sachen Klimaschutz bewusst und handeln in unserem Interesse und im Interesse künftiger Generationen! Wir holen uns Fachleute ins Boot, die uns planerisch unterstützen. Die sind nicht mal schwer zu finden, von denen gibt es sogar welche in Stadt und Landkreis Coburg. Wir versuchen mit Fördermitteln etwas richtig Tolles hinzustellen. So, wie es zum Beispiel der Landessportbund in Niedersachsen mit seinem Sportinternat und der Drei-Felder-Sporthalle in Hannover hinbekommen hat.

 

Ich will nicht mehr als das, was Hans-Heinrich Ulmann in seinem Vorwort geschrieben hat. Auch die Stadt Coburg steht in der Pflicht, das ihre zu tun, um unsere Stadt und unsere Region auch zukünftig lebenswert zu gestalten!

 

Wolfgang Weiß

27.07.2014

 

2014.07.27 Angerturnhalle Eingang 2006

Die Angerturnhalle ist in die Jahre gekommen: Baufällig nach dreißig Jahren Nutzung. Und ein "Energieverschwender". Jetzt soll im Süden des Angers eine neue Schulsporthalle entstehen.

 

2014.07.27 Angerturnhalle Luftbild 2006

Leider soll die neue Halle nicht am alten Standort gebaut werden. Das wäre den Schulen am liebsten gewesen. Die Angerturnhalle während dem Schützenfest, 2006.

 

 

 

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