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Antrag Güterbahnhof

Hintergrund

 

 

 


 

Antrag

 

der Stadtrat möge in seiner Sitzung am 25.09.208 beschließen:

 

  1. Eine Untersuchung wird in Auftrag gegeben, die den Bedarf des Schienengüterverkehrs im Jahr 2020 unter den dann gegebenen Rahmenbedingungen, wie z. B. Kosten, Kapazitätsgrenzen, untersucht. Weiterhin soll auch der Flächenbedarf für ein modernes Logistikzentrum und dessen Standort in Coburg ermittelt werden. Am Güterbahnhof soll zusätzlich ein Haltepunkt für den Nahverkehr gebaut werden, wie im F-Plan der Stadt beschlossen.

 

  1. Bevor der Güterbahnhof mit anderweitiger Zielsetzung überplant wird, muss ein Alternativstandort für den Güterbahnhof gefunden worden sein. Somit ist vor der Überplanung das Ergebnis der Untersuchung abzuwarten.

 

 

Begründung:

 

Bis 2025, sieben Jahre nach Fertigstellung der ICE-Neubaustrecke, wird sich der Straßengüterverkehr (d. h. der LKW-Verkehr) um 85% und der Schienengüterverkehr um 65% erhöhen ( „Prognose der deutschlandweiten Verkehrsverflechtungen 2025", FE-Nr. 96.0857/2005, München/Freiburg, 14.11.2007). Auf den Autobahnen werden zwei Fahrspuren durch LKWs belegt sein. ( „Masterplan Güterverkehr und Logistik" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), April 2008). Die zunehmende Überbelastung im Straßengüterverkehr führt zu zunehmenden Staus und Unfällen. Eine Termintreue kann von den LKW-Speditionen nicht mehr gewährleistet werden. Hinzu kommen höhere Lohnkosten aufgrund des höheren Bedarfes an LKW-Fahrern und Mitarbeitern bei den Speditionen, ein erhöhter Treibstoffpreis und eine stetig höhere LKW-Maut.

 

All diese Faktoren werden die Unternehmen in der Stadt und dem Landkreis Coburg veranlassen, nach einer kostengünstigen Alternative zum Straßengütertransport zu suchen. Dies ist insbesondere der Schienengüterverkehr, der ab 2017 mit der Inbetriebnahme der Schnellbahntrasse Nürnberg-Erfurt eine transeuropäische Hochleistungs-Schienengüterverkehrs-Magistrale direkt vor der Haustür Coburgs hinzu erhält. Private Eisenbahnverkehrsunternehmen bieten heute bereits kostengünstige und serviceorientierte Leistungen an. Hierbei handelt es sich um einen der Wachstumsmärkte der deutschen Wirtschaft.

 

Eine Bebauung des Güterbahnhofes sollte vor diesem Hintergrund mit der größten Vorsicht angedacht werden. Nachdem mit der Fertigstellung der ICE-Trasse die ganze Region und das Oberzentrum Coburg weitestgehend vom Personenschienenfernverkehr abgehängt werden, besteht jetzt nun auch noch die Gefahr, dass sich die Stadt zusätzlich vom Schienengüterverkehr abkoppelt.

 

Mit einer überstürzten und euphorischen Bebauung des Güterbahnhofes läuft die Stadt aber Gefahr, dass ansässige Unternehmen sich verlagern um einen komfortablen Zugang zum Schienegüterverkehr zu haben, wenn dieser in Coburg nicht mehr gegeben ist.

 

Eine Überplanung und Umgestaltung des jetzigen Güterbahnhofs ohne Alternativplanung wäre aus ökologischen und ökonomischen Gründen für die Stadt Coburg äußerst bedenklich.

 

Bei der Untersuchung sollte sich die Stadt Coburg auch unbedingt die Fachkompetenz von Pro-Bahn zu Nutze machen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 


 

Ergebnis

 

 

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