Login

Login




Passwort vergessen?
.

 

Mitmachen und Mitglied werden

 


 

Atomausstieg selber machen

 


 

Grüne Emanzipatorische Linke

 

Grüne - Linke

Sozial, ökologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei

 


 

Datenschutz ist Bürgerrecht

 

Überwachungsstaat

verhindern -

Datenschutz ist Bürgerrecht

 

.

Mehr Gewicht für den kommunalen Klimaschutz

Teaserbild Coburg Klimabündnis

Am Montag, 5. Mai, kommt der neu gewählte Coburger Stadtrat für die Legislaturperiode 2014 bis 2020 zusammen. Die grüne Stadtratsfraktion stellte den Antrag auf Verabschiedung einer Satzung, mit der das Amt einer bzw. eines ehrenamtlichen kommunalen Klimaschutzbeauftragten geschaffen werden soll.

 

Im Namen der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen habe ich einen Antrag an die Stadt Coburg geschickt, der in der Sitzung am 5. Mai behandelt werden soll. Uns geht es mit dem Antrag - die Etablierung einer bzw. eines ehrenamtlichen kommunalen Klimaschutzbeauftragten (Größe: 122 kB; Downloads bisher: 845; Letzter Download am: 26.06.2017) aus den Reihen des Stadtrats - um eine Stärkung des Klimaschutzgedankens in unserer Stadt, um ein wirksames Zeichen für den kommunalen Klimaschutz und darum, mit diesem Ehrenamt eine Patin bzw. einen Paten für die Sache zu haben.

 

Wir wollen die hoffentlich erfolgreiche Diskussion um dieses Amt zu Beginn der neuen Legislaturperiode, die bis zum Jahr 2020 geht, weil wir rückblickend zu wenige Erfolge in Sachen Klimaschutz in Coburg sehen. Die Aufgaben, denen sich Coburg durch die Mitgliedschaft im Klima-Bündnis europäischer Städte (seit 1993) stellt, sind enorm: Es geht um eine Reduktion der CO2-Emissionen um 10 Prozent, die alle fünf Jahre erreicht werden soll und langfristig um die Halbierung des CO2-Ausstoßes pro Einwohner bis zum Jahr 2030.

 

Auch das Integrierte Klimaschutzkonzept, das 2010 erstellt wurde, verlangt mehr als kleine Erfolge, die sich zum Beispiel durch die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben bei Neubauten (Energieeinsparverordnung) oder den Ersatz veralteter technischer Geräte durch energiesparende Geräte in der Stadtverwaltung ergeben (TFT-Flachbildschirme gegen Computer-Röhrenbildschirme)

 

 

Das Jahr 2020 ist auch ein wichtiges Referenzjahr für die Klimaschutzziele der Europäischen Union.

 

Dass die Arbeit von Ehrenamtlichen, die sich für bestimmte Ziele und Aufgaben einsetzen, sehr erfolgreich sein kann, sehen wir bei all den uneigennützig Tätigen in Coburg, die selbständig oder von verschiedenen Organisationen getragen in Bereichen wie Soziales, Sport oder Kultur wertvolle Arbeit leisten. Auch der Coburger Stadtrat hat Ehrenamtliche für bestimmte Aufgaben berufen, und der Erfolg ihrer Arbeit bestätigt, dass es eine richtige Entscheidung war: Dr. Johannes Thaben engagiert sich als Behindertenbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Und Bianca Nestmann setzt sich als Kinderbeauftragte im Auftrag der Stadt Coburg für die Interessen der Kinder ein.

 

Wir - die grüne Stadtratsfraktion - versprechen uns von einer bzw. einem ehrenamtlich tätigen kommunalen Klimaschutzbeauftragten ähnliche Erfolge. Wir sehen im Klimaschutz eine wichtige kommunale Aufgabe, die auch in schwierigen Zeiten (Stichwort Haushaltskonsolidierung) nicht untergehen darf. Wir wollen deshalb, dass diese Aufgabe von einer Person aus dem neu gewählten Stadtrat zu Coburg wahrgenommen wird. So wird die Wichtigkeit dieser Aufgabe deutlich, und die oder der kommunale Klimaschutzbeauftragte hat durch die Stadtratstätigkeit eine gewisse Autorität, Erfahrung in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Stellen der Stadtverwaltung oder Tochtergesellschaften der Stadt (SÜC, CEB, Wohnbau Coburg GmbH) und einen einfacheren Zugang zu Informationen.

 

Wir wollen die Voraussetzungen für die Schaffung dieses Ehrenamts auf einer möglichst breiten politischen Basis, deshalb ist die Satzung (Größe: 151 kB; Downloads bisher: 880; Letzter Download am: 26.06.2017), die wir unserem Antrag beigefügt haben, auch ausdrücklich als Entwurf gekennzeichnet. So kann noch diskutiert und nachjustiert werden. Als Vorlage diente mir die Geschäftsordnung des kommunalen Klimaschutzbeauftragten der Stadt Radolfzell am Bodensee und die Satzung für den Coburger Behindertenbeauftragten. Beide haben den Charme, schön kurz zu sein.

 

Sollte die Satzung für einen ehrenamtlichen kommunalen Klimaschutzbeauftragten in Coburg verabschiedet werden, möchte ich mich um dieses Amt bewerben.

 

Wolfgang Weiß

04.05.2014

 

Dieser Artikel wurde bereits 9858 mal angesehen.



.