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Gespräch mit Prof. Dr. Pötzl: Die Zukunft der Hochschule in Coburg

Pötzl 1

Gerne folgten Vorstandssprecher Roman Kollar, Schatzmeister Bernd Carl, Stadträtin Angela Platsch und Stadtrat Wolfgang Weiß der Einladung von Prof. Dr.-Ing. Michael Pötzl, um sich mit ihm in seinem Büro zu treffen und ein Gespräch über die Zukunft der Hochschule Coburg zu führen, die er seit knapp einem Jahr als Präsident leitet.

 

Prof. Pötzl kam gleich zur Sache: Er sieht die Rolle der HochschuleCoburg für Stadt und Region gegenwärtig "unterbewertet", gemessen am Potential verkaufe sich Coburg deshalb auch unter seinem Wert. Coburg müsse sich mit seiner Hochschule deshalb deutlicher positionieren. Und er wünscht sich von Seiten der Stadt auch ein stärkeres Engagement für ihre Hochschule.

 

Auslöser für das Gespräch zwischen Hochschulleitung und  Vertretern der Coburger Grünen war ein Interview des Hochschulpräsidenten am 29. Dezember 2009, in dem er die Rolle der Stadt Coburg beim Ausbau der Hochschule thematisierte. In diesem Zusammenhang kritisierte Prof. Pötzl, dass die Stadt Coburg den Erwerb des zum Verkauf stehenden Hofbrauareals mit Hinweis auf die Zuständigkeit des Freistaats Bayern abgelehnt hat. Es sei damit die einmalige Chance vergeben worden, das Areal für die Fakultät Design der Hochschule städtebaulich ganzheitlich zu entwickeln.

 

Im Gespräch nannte Prof. Pötzl Beispiele, die zeigen, dass es woanders geht: "Kommunen wie Deggendorf, Kempten oder Neu-Ulm engagieren sich auch finanziell für ihre Hochschulen, weil ihnen die Bedeutung dieser Bildungseinrichtung für ihre Stadt bewusst ist!"

 

Die Hochschule Coburg stehe im Wettbewerb mit anderen Hochschulen in der Umgebung. Um in diesem Wettbewerb, auch gegenüber den Hochschulen in Thüringen, bei denen keine Studiengebühren erhoben werden, bestehen zu können, sei Unterstützung wichtig. Prof. Pötzl: "Wir wachsen: die Studentenzahl hat sich seit dem Jahr 2000 um 60 Prozent auf über 3.700 erhöht. Wir müssen die Attraktivität der Hochschule steigern und wir brauchen schnell Platz für Institute, die im Bereich Forschung und Transfer tätig werden können und damit nicht nur eine bessere Verzahnung von Wirtschaft und Hochschule ermöglichen, sondern auch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen!"

 

Prof. Pötzl sieht zwei Schwerpunkte, um die Zukunft des Hochschulstandort Coburg zu sichern:

  • Eine rasche Verbesserung der Wohnungssituation für Studierende in Coburg - hier könnte auch die städtische Wohnbau-Gesellschaft tätig werden, weil das Studentenwerk nur einen Teil dieser Leistung erbringen kann, und
  • eine möglichst schnelle Realisierung des im Integrierten Stadt- und Entwicklungskonzept enthaltenen "Bands für Wissenschaft undTechnik" auf dem Gelände des Güterbahnhofs, um damit auch eine räumliche Nähe zur Hochschule zu gewährleisten.

Angesichts nötiger Zukunftsinvestitionen in den Hochschulstandort Coburg empfindet Prof. Pötzl die leidenschaftlichen Diskussionen um den Neubau von gleich mehreren Sporthallen als etwas bizarr. Und die Gesprächspartner der Coburger Grünen wunderten sich, dass die Fragestellung "Wie kann die Stadt Coburg der Hochschule Coburg helfen?" bisher nicht in den kommunalen Gremien erörtert wurde.

 

Vorstandssprecher Roman Kollar äußerte die Kritik, dass man bisher von der Hochschule zu diesen Themen auch nichts gehört habe. Prof. Pötzl erwiderte, das Thema studentisches Wohnen sei seit Jahren virulent, da müsse doch nicht immer die Hochschule kommen! Und bezüglich der langfristigen Entwicklung der Region zusammen mit der Hochschule habe er jetzt bewusst die öffentliche Debatte initiiert. Denn, so Prof. Pötzl: "Die Konkurrenz wartet nicht auf uns!".

 

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Angela Platsch, Prof. Pötzl, Bernd Carl, Roman Kollar

 

Wolfgang Weiß

02.03.2010


 

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