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MdL Ulrike Gote und Vorstandssprecher Roman Kollar zur Verbindung Neapolitania Neustadt

Ulrike Gote

 

Grüne Coburg und Bayern fordern von MdL Jürgen W. Heike ein klares Bekenntnis gegen rechte Strömungen in Neustadter Schülerverbindung.

 

Am 22.01.2010 wurde durch einen Artikel der Neuen Presse bekannt (Größe: 194 kB; Downloads bisher: 1488; Letzter Download am: 29.06.2017), dass die "Ferienverbindung Neapolitania" in Neustadt bei Coburg bei Veranstaltungen die 1. Strophe des sog. Deutschlandlieds singt.

 

Auf diesen Veranstaltungen ist auch das Mitglied MdL Jürgen W. Heike anwesend. Darauf angesprochen fand er es lediglich "peinlich" und berichtete von "150-prozentigen Mitgliedern" in der Verbindung.

 

Wir reagierten mit einer Stellungnahme in der neuen Presse (Größe: 222 kB; Downloads bisher: 1889; Letzter Download am: 29.06.2017) und forderten Herrn Heike auf, sich öffentlich zu distanzieren, was bis heute nicht geschehen ist.

 


 

Stellungnahme des KV Coburg-Stadt:

 

Die Neue Presse berichtet, die Schülerverbindung „Neapolitania" aus Neustadt bei Coburg habe sich der 'Pflege des deutschen Wesens' verpflichtet. In diesem Zusammenhang wird auch die erste Strophe des 'Deutschlandlieds' auf deren Veranstaltungen gesungen. MdL Jürgen W. Heike (CSU) ist Mitglied der Verbindung und auch bei solchen Treffen anwesend. Dass verschiedene Schüler- und Studentenverbindungen in braunem Fahrwasser schwimmen, ist nichts Neues. Dass aber unser MdL Heike Mitglied in dieser Verbindung ist, er das Absingen von 'Deutschland, Deutschland, über alles' lediglich peinlich findet, ist erschreckend. Dass das Lied nicht von den Nazis erfunden wurde, sollte uns alle nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die ganze Verbindung in die geistige Nähe von Rechtsextremisten begibt. Es käme wohl auch niemand auf die Idee, sich ein Hakenkreuz ans Revers zu heften, nur weil es nicht von den Nazis erfunden wurde. Anders als die Ministerpräsidenten der CDU Roland Koch und Jürgen Rüttgers ist Herr Heike nicht mit rechtsradikalen Äußerungen aufgefallen. Wir fordern Jürgen W. Heike dennoch auf, seine Mitgliedschaft bei der Schülerverbindung zu überdenken und seine Entscheidung zu veröffentlichen.

 

Roman Kollar

- Vorstandssprecher -

 


 

Nach dieser Stellungnahme wurden in der Neuen Presse Leserbriefe u.a. con der CSU und der JU veröffentlicht, die das Vorgehen der Verbindung verteidigten und ganz im Gegenteil die Kritik der Grünen und der Jusos scharf zurückwiesen. Das reflexhafte Totschlagargument wurde gebracht, wir und die Jusos sollten uns lieber von Links distanzieren.

 

Am 26.01.2010 bekräftigte die Verbindung in einer Gegendarstellung, die 1. Strophe weiterhin zu singen:


"Die Ferienverbindung Neapolitania zu Neustadt behält sich auch in Zukunft vor, das „Lied der Deutschen" von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, dessen dritte Strophe die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland ist,in allen drei vom Dichter 1841 geschaffenen Strophen zu singen".

 


 

Presserklärung und offener Brief unserer MdL Ulrike Gote:

 

„Kollege Heike muss sich zu Neapolitania erklären!"

 

MdL Gote fordert klares Bekenntnis gegen rechte Strömungen in Neustadter Schülerverbindung

Dass die Neustadter Schülerverbindung Neapolitania sich am äußersten rechten Rand bewege, scheine in Neustadt b. Coburg kein Geheimnis zu sein und auch nur wenige zu stören, vermutet die oberfränkische Landtagsabgeordnete der Grünen, Ulrike Gote. Wie anders könne es möglich sein, dass diese Organisation bei Veranstaltungen offenbar regelmäßig die erste Strophe des Deutschlandsliedes singe und auch in ihrem Internet-Auftritt deutliche Anknüpfungspunkte an rechtes Gedankengut biete.

Kürzlich wurde dieser Umstand in der Coburger Presse aufgegriffen und in diesem Zusammenhang wurde auch MdL Heike befragt. Der Ex-Innenstaatssekretär, von dem man erwarten sollte, dass er sich der Bedeutung des Kampfs gegen den Rechtsextremismus bewusst sein müsste, äußerte sich nach Meinung seiner Kollegin Gote allerdings „windelweich" und in verharmlosender Weise zu der Haltung der Schülerverbindung in dieser Frage.

 

Ulrike Gote fordert Heike daher in einem offenen Brief zum Austritt aus der Schülerverbindung auf, sollte es ihm nicht gelingen, den rechtslastigen Umtrieben in der Organisation ein Ende zu bereiten:

 

„Sehr geehrter Herr Kollege Heike,

der Presse habe ich entnommen, dass Sie Mitglied der Schülerverbindung Neapolitania sind und auch an Veranstaltungen dieser Organisation teilgenommen haben, in denen die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen wurde.
Ich wende mich heute in einem offenen Brief an Sie, weil ich ihre öffentlichen Äußerungen zu diesem Sachverhalt für nicht hinnehmbar halte. Sie wurden folgendermaßen zitiert: „Ich habe das schon ein paarmal angesprochen, aber leider gibt es da ein paar Hundertfünfzigprozentige. Ich jedenfalls singe die erste Strophe nicht mit und stehe erst bei der dritten, unserer Nationalhymne, auf." Sehr geehrter Herr Kollege, wer heute die erste Strophe des Deutschlandsliedes singt, muss sehr genau wissen, in welche Gesellschaft er sich damit begibt. Das Singen der ersten Strophe wird nur in rechtsextremen Gruppierungen praktiziert. Wenn die Schülerverbindung Neapolitania dies auch noch offensiv verteidigt, dann stellt sie sich in eine Reihe mit Rechtsextremen. Im Übrigen lässt auch der Internet-Auftritt der Verbindung vermuten, dass sich diese Organisation am äußersten rechten Rand bewegt. Von Ihnen als Mitglied des Bayerischen Landtags und ehemaligem Mitglied der Staatsregierung darf die Öffentlichkeit wohl erwarten, dass Sie sich deutlich von der Schülerverbindung Neapolitania distanzieren. Was Sie in diesem Zusammenhang mit „Hundertfünfzigprozentige" meinen, bleibt mindestens dubios.

Ich fordere Sie daher auf, zuverlässig dafür zu sorgen, dass die Praxis des Singens der ersten Strophe des Deutschlandsliedes in der Neapolitania in Zukunft unterbleibt und dafür zu sorgen, dass die Schülerverbindung sich deutlich von rechtsextremen Einstellungen distanziert oder aber öffentlich Ihren Austritt aus dieser Organisation zu erklären.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ulrike Gote, MdL

 


 

Statt sich zu erklären und von der Verbindung zu distanzieren ( Neue Presse (Größe: 191 kB; Downloads bisher: 1569; Letzter Download am: 29.06.2017), Coburger Tageblatt (Größe: 176 kB; Downloads bisher: 1512; Letzter Download am: 29.06.2017) ), die auch  nach über zwei Wochen auf sich warten lässt, reagiert Heike auf den offenen Brief unserer MdL Ulrike Gote mit dem Vorwurf, Gote sei in "linkstendenziösen Gruppierungen aktiv". Was auch immer das sein mag.

 

Neben Bündnis 90/ Die Grünen Coburg und Bayern, den Jusos und vielen engagierten EinwohnerInnen haben keine Parteien Stellung bezogen, v.a. dass weiterhin "Deutschland, Deutschland über alles" gesungen werden wird.

 

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