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Anti-Atom-Demo in Berlin: Coburg war dabei !

Anti-Atom-Demo quadratisch

Ein breites Aktionsbündnis rief zur Anti-Atom-Demo "Mal richtig abschalten!" nach Berlin, und Tausende sind am Samstag, 5. September, gekommen. Direktkandidat Wolfgang Weiß war mit einer Gruppe aus Coburg dabei. Ein Erlebnisbericht mit Bildern.

 

Ein vom Bund Naturschutz organisierter Bus machte es möglich: Friedrich, Martin mit Sohn Anton, Dorothea und Wolfgang nahmen die Fahrgelegenheit wahr, um in der Bundeshauptstadt gegen den Versuch der Atomlobby und ihrer politischen Unterstützer zu demonstrieren, den Ausstieg aus dem Atomausstieg vorzubereiten. Wir stiegen in Bamberg zu den Schweinfurtern, nahmen noch die Bayreuther mit, und so rollten 75 Demonstrationswillige aus Nordbayern auf Berlin zu. An Windparks und Fotovoltaikanlagen vorbei. Die Energiewende hat längst begonnen! Aber noch nicht für die großen Energiekonzerne, die lieber weiterhin mit Atom- und Kohlekraftwerken für unkalkulierbare Risiken sorgen und unser Klima ruinieren.

 

Morgens um Sieben waren wir bei Regen in Bamberg in den Bus geklettert, bei trockenem, windigen Wetter stiegen wir gegen halb Eins beim Berliner Hauptbahnhof aus, gerade noch rechtzeitig für den Beginn der Demonstration. Was für ein Anblick: ein Meer von Fahnen, Tausende vom Menschen, die sich vor dem Bahnhof versammelten. Von Anfang an war die Stimmung gut. Keine Chance, bei der Masse von Menschen die zwei Greenpeace-Aktivisten aus Coburg zu treffen, von denen ich wusste, dass sie ebenfalls mit dabei waren. Und dann ging es schon los.

 

Der Protestzug marschierte vom Bahnhof weg an der Spree und am Reichstag vorbei auf Richtung Brandenburger Tor. Die Straßen waren für den Auto- und Straßenbahnverkehr gesperrt. Mitten auf der Fahrbahn bewegte sich der Zug, und wir Coburger mitten drin. Alleine schon deshalb lohnt es sich, bei einer großen Demonstration mit zu machen: von der Straße aus hat man einen fantastischen Blick auf die Häuserfassaden, eine Perspektive, die man als Fußgänger normalerweise, auf die Gehsteige abgedrängt, nicht bekommt. Der wichtigere Grund für diese Demonstration: als Bürger ein deutliches Zeichen für den Willen zu setzen, aus der gefährlichen Atomenergie auszusteigen! Gründe wurden auf fantasievolle Weise auf Bannern, Plakaten, als Körperschmuck und Verkleidung von vielen TeilnehmerInnen der Demo präsentiert. Aber auch die Alternativen zur Atomenergie waren zu sehen.

 

Die Sprecher auf der Bühne am Brandenburger Tor sprachen laut aus, was die meisten fühlten und dachten: Wir wollen den Atomausstieg! Je früher, umso besser! Hubert Weiger, Präsident des BUND, brachte eine andere Sache zur Sprache: "Die Anti-Atom-Bewegung lebt stärker denn je! Und sie ist wieder jung und lebendig geworden: neben vielen Menschen, die schon seit Jahrzehnten gegen diese Risikotechnologie kämpfen, sind heute viele junge Menschen dabei, denen ihre Zukunft und die Zukunft kommender Generationen nicht egal ist!" Lauter Beifall, der noch lauter wird, als Hubert Weiger mit einem Satz den Kern des Protestes anspricht: "An kurzfristigem Profit orientierte Konzerne gefährden das Leben und die Gesundheit tausender Generationen nach uns! Diese werden nicht von dem Luxus profitieren, der jetzt für einige mit der Atomenergie geschaffen wird, aber sie werden mit unserem strahlenden Abfall zu tun haben, der für mehr als eine Million Jahre sicher von der Biosphäre abgeschirmt werden muss!"

 

Vor dem Brandenburger Tor mit der Bühne und dem Platz, auf dem sich die Demonstranten versammelten, waren sie auf der Straße des 17. Juni aufgereiht: Hunderte von Traktoren mit Anhängern aus dem Wendland: Von den Bauern, die zum Teil schon in der dritten Generation dagegen protestieren, dass aus ihrer Heimat das "Atomklo" der Nation werden soll. Nach den Skandalen um Asse und den Gerüchten um getürkte Gutachten um die Eignung des Salzstocks in Gorleben ist der Protest gegen die geplante Einlagerung von Atommüll allzu verständlich.

 

Mit der Botschaft, dass der Protest weiter gehen muss, beendeten die Organisatoren von "Mal richtig abschalten" die Demo. Der Druck auf die Atombefürworter dürfe nicht nachlassen, wenn der Atomausstieg Wirklichkeit werden soll. Wir mussten bis zur Siegessäule laufen, um unseren Bus zu besteigen - die Polizei hatte das Gelände der Demonstration weiträumig abgeriegelt. Gegen 18:00 Uhr traten wir unsere Heimfahrt an. Wir Coburger waren kurz nach Mitternacht wieder zuhause. Ein langer Tag. Aber es hatte sich gelohnt. Man ist ja nicht jeden Tag bei einer Demonstration dabei, die historisch werden könnte: Man sprach von 50.000 TeilnehmerInnen und der größten Anti-Atom-Demo seit 1986, dem Jahr der Reaktorhavarie von Tschernobyl. Wir müssen weiter kämpfen, für einen rechtzeitigen Ausstieg aus der Atomenergie, bevor wir ein weiteres "Tschernobyl" hier in Deutschland erleben! Wir müssen weiter kämpfen für die Fortsetzung der Energiewende, für die Weiterentwicklung unserer Industriegesellschaft, hin zu einer Gesellschaft, die endlich nachhaltig und zukunftsorientiert wirtschaftet. In einer Energiewende-Kultur haben Atomkraftwerke keinen Platz!

 

Wolfgang Weiß, 06.09.2009

 

 

Es folgen Bilder von der Demonstration "Mal richtig abschalten" am 5. September 2009; der Großteil der Bilder spricht für sich!

 

Anti-Atom-Demo 01

Berlin, Hauptbahnhof: Der Protestzug formiert sich

 

Anti-Atom-Demo 02

Der Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Wahlkreis Coburg

 

Anti-Atom-Demo 03

Friedrich, Anton u. Martin, Dorothea und Wolfgang Weiß mit BN-Banner

 

Anti-Atom-Demo 04

Michael begleitet auf der Gitarre ein Protestlied

 

Anti-Atom-Demo 07

 

Anti-Atom-Demo 05

Genau!

 

Anti-Atom-Demo 06

 

Anti-Atom-Demo 08

 

Anti-Atom-Demo 09

 

Anti-Atom-Demo 10

 

Anti-Atom-Demo 11

 

Anti-Atom-Demo 12

 

Anti-Atom-Demo 13

 

Anti-Atom-Demo 14

Martin (der unermüdlich für die Teilnahme an der Demo geworben hat!)

 

Anti-Atom-Demo 15

 

Anti-Atom-Demo 16

 

Anti-Atom-Demo 17

 

Anti-Atom-Demo 18

Danke, Greenpeace, für die Visualisierung der Unions-Atompolitik!

 

Anti-Atom-Demo 19

Ein Blick auf die Bühne? Keine Chance!

 

Anti-Atom-Demo 21

 

Anti-Atom-Demo 22

 

Anti-Atom-Demo 23

 

Anti-Atom-Demo 24

 

Anti-Atom-Demo 25

 

Anti-Atom-Demo 26

 

Anti-Atom-Demo 27

 

Anti-Atom-Demo 29

 

Anti-Atom-Demo 30

 

Anti-Atom-Demo 32

Und genau dafür müssen wir am 27. September sorgen!

 

Anti-Atom-Demo 33

Wolfgang, Dorothea, Martin, Anton und Friedrich nach der Demo

 

 

 

 

 

 

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