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Aktionsbündnis gegen den Coburger Convent 2009- Stellungnahme zur Demo vom 30.05.2009

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Aus unserer Sicht war die Demonstration ein großer Erfolg. Ihr hatten sich mehrere sozial orientierte Gruppen, Parteien und BürgerInnen Coburgs angeschlossen.

 

Pressemitteilung

 

Im Vorfeld des CC haben wir ein breites Aktionsbündnis gegründet. Dieses hatte zum Ziel, die Bevölkerung über die unseres Erachtens teilweise vorhandenen nationalistischen, frauenfeindlichen, homosexuellenfeindlichen, elitären, militaristischen und neoliberalen Tendenzen des CC aufzuklären und einen gemeinsamen, basisdemokratischen Protest zu organisieren. Dazu kritisierten wir die Narrenfreiheit und die Verschmutzung der Stadt, die alljährlich während des gesamten Convents stattfindet. In vielen Gesprächen mit der Bevölkerung bekamen wir massiven Zuspruch. Viele BürgerInnen kündigten an, zur Demonstration am Pfingstsamstag zu kommen.

In der Vorberichterstattung der Neuen Presse am Mittwoch zuvor wurden die Inhalte unserer - extra vorbereiteten - Pressemappe völlig ignoriert. Stattdessen wurde versucht, in hetzerischer Art und Weise das Aktionsbündnis vor der Demo zu spalten, indem vom Redakteur Volker Friedrich berichtet wurde, "die Antifa" aus Berlin organisiere Randale wie zum 1. Mai in Kreuzberg und bei den NATO-Protesten in Straßburg. In diesem Zusammenhang wurde auf brennende Autos und die zu lasche Deeskalationsstrategie der Berliner Polizei hingewiesen. Folge dieser einseitigen Vorberichterstattung war, dass viele aus der Coburger Bevölkerung auf die Demonstration verzichtet haben, da sie die von Herrn Friedrich herbei fantasierte Randale befürchteten.

Während der Zwischenkundgebung auf der Demo ließ sich Herr Friedrich in Siegerpose vor Beamten der Polizei ablichten, das Bild verschwand seltsamerweise in der Nacht auf Sonntag wieder von der Homepage der Neuen Presse.

Aus unserer Sicht war die Demonstration ein großer Erfolg. Ihr hatten sich mehrere sozial orientierte Gruppen, Parteien und BürgerInnen Coburgs angeschlossen. Die reißerische Vorberichterstattung der Neuen Presse erwies sich als absolut falsch. Laut dem Fazit der Polizei blieb die Demonstration "relativ störungsfrei" und wurde dann schließlich von der Versammlungsleiterin aufgelöst.

Danach kam es zu einzelnen Festnahmen, in deren Folge leider mehrere Personen verletzt wurden.

Hier wurde von Herrn Friedrich in der Berichterstattung allein Gewalt seitens der DemonstrantInnen dargestellt. Keine Worte verlor die Neue Presse über das lange Festhalten vieler Personen auf dem Weg zur Demo. Knapp 30 DemonstrantInnen, darunter die Bezirksvorsitzende der Grünen, wurden in einer Personenkontrolle 45 Minuten lang festgehalten. Die Eröffnungsrede konnte nicht gehalten werden, da die Rednerin ebenfalls festgehalten wurde. Kein Wort wurde zum beherzten Eingreifen von PassantInnen geschrieben, die sich zwischen das Unterstützungskommando der Polizei und aufgebrachte DemonstrantInnen stellten. Deeskalation wurde von EinwohnerInnen der Stadt und Parteien des Aktionsbündnisses betrieben, leider nicht von der Polizei.

Wir als Aktionsbündnis bedauern sehr, dass es zu Gewalttaten - egal von welcher Seite - kam.

Die Nachberichterstattung von Herrn Friedrich in der Neuen Presse verstrickt sich in völlig übertriebene und sehr fantasievolle Verschwörungstheorien - Frankfurter K-Gruppen, Che Guevara, Lenin - alle kommen nach Coburg zur Randale. Wir hoffen, dass innerhalb der Neuen Presse die Dienst- und Fachaufsicht wahrgenommen wird, um in Zukunft eine solch hetzerische und grundfalsche Berichterstattung zu unterlassen. Der Auftrag der Medien ist es, gemäß unserem Grundgesetz zur Meinungsbildung beizutragen. Eine einseitige, auf Unwahrheiten basierende Hetze ist damit nicht gemeint. Die Berichte der übrigen Presse, aus Funk und Fernsehen, waren hingegen nahezu alle sachlich und neutral.

Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf das nächste Jahr, zu dem sich zum demokratischen Protest gegen den Coburger Convent ein noch breiteres Bündnis aufstellen wird.

 

Für das Aktionsbündnis gegen den Coburger Convent:

 

Annemarie Kern, Coburger Aktionsbündnis gegen rechtsradikale Aktivitäten

Roman Kollar, Bündnis 90/ Die Grünen KV Coburg-Stadt

Dr. Martina Tiedens, Die Linke Coburg

Hans Wallmann, attac Regionalgruppe Coburg

Florian Zimmer, Bündnis für Bildungsgerechtigkeit

 


 

Das Coburger Tageblatt berichtete über unsere Stellungnahme: hier (Größe: 289 kB; Downloads bisher: 1932; Letzter Download am: 23.06.2017).

 


 

Unser damaliger Aufruf zur Demo:

 

Der Coburger Convent findet dieses Jahr mit dem Motto "Der Freiheit eine Gasse" statt.

 

Wir sagen:

 

Dem CC eine Sackgasse - Freiheit lebt sich anders!

 

Aufruf zur Demo am 30.05.2009 (Größe: 580 kB; Downloads bisher: 3766; Letzter Download am: 25.06.2017), 14:00 Uhr, Start am Spitaltor

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