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1. Runde im Bundestagswahlkampf

Wolfgang Weiß

Wolfgang Weiß, Direktkandidat für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Coburg, bezog im Coburger Tageblatt Stellung zu den Perspektiven der Region. Hier der Text in ungekürzter Fassung.

 

 

 

CT: Welches sind für Sie die drei Hauptsäulen, auf denen die wirtschaftliche Stärke unseres Raumes beruht?

Auch wenn der erste Eindruck ein anderer ist: der Wirtschaftsraum Coburg hat eine der höchsten Industriedichten in Europa und weist eine hohe Branchendiversität auf. Was die Zahl der Beschäftigten als auch die Höhe der Umsätze angeht, ragen die drei Cluster Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Kfz-Zulieferung / Automotive und Maschinenbau / Engineering deutlich heraus. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird aber auch der Bereich Medizin / Gesundheit / Pflege künftig an Bedeutung zulegen.

CT: Wie sollen diese Säulen weiter gestärkt werden?

Die gegenwärtige Finanzkrise verlangt nach klaren Regelungen, die auch ökologische und soziale Standards durchsetzen. Gewinnmaximierung darf nicht alleinige Maxime für wirtschaftliches Handeln sein, Gier muss durch Vernunft ersetzt werden.

Die gegenwärtige Krise darf aber nicht blind machen für die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen: Der sich beschleunigende Klimawandel ist die entscheidende Herausforderung des 21. Jahrhunderts! Der Temperaturanstieg muss bis zum Jahr 2100 auf maximal 2 Grad Celsius begrenzt werden, um die schlimmsten Konsequenzen für Ökosysteme und menschliche Gesellschaften zu verhindern. Wirtschaftsförderung und Klimaschutz müssen miteinander verbunden werden. Der »Green New Deal«, ein Maßnahmenbündel aus Gesetzen, Fördermitteln und Krediten, wird in der Wirtschaftsregion Coburg die Umstellung auf erneuerbare Energien beschleunigen, die effiziente Nutzung von Energie schneller voran bringen, den Material- und Energieeinsatz in Fertigungsprozessen reduzieren, die Herstellung recyclingfreundlicher Produkte begünstigen und eine umweltfreundliche Mobilität für Menschen und Güter gewährleisten. All diese Maßnahmen schaffen Arbeitsplätze, stärken die Wettbewerbsfähigkeit, reduzieren Abhängigkeiten und machen die Branchen fit für die Zukunft.

Die soziale Nachhaltigkeit wird von einer von den Grünen geforderten Bürgerversicherung gewährleistet, die ein für alle zugängliches Gesundheitssystem finanziert und die Arbeitsplätze in diesem Bereich sichert.

 

CT: Welche Auswirkungen hätte das aufgrund der Verflechtungen für den gesamten Wirtschaftsraum?

 

Energiewende, hohe Material- und Energieeffizenz, die verstärkte Nutzung nachwachsender Rohstoffe und Techniken, die eine umweltfreundliche Mobilität gewährleisten, stellen hohe planerische und technische Anforderungen. Die Ressourcen sind da: wir haben mit der Hochschule Coburg neben den Innovationspotenzialen der Wirtschaft einen wichtigen Motor für Entwicklungen. Hochschule und Wirtschaft müssen sich enger verzahnen, um gemeinsam an den oben formulierten Zielen zu arbeiten. Das im Integrierten Stadtentwicklungskonzept aufgenommene „Band für Wissenschaft und Technik" weist in diese Richtung. Auch der Cluster Informations-Technologie / Sensorik ist in Coburg stark vertreten und wird davon profitieren. Effizientere Nutzung von Material und Energie geht mit entsprechenden Mess- und Steuerungstechniken einher, die auch in anderen Bereichen nutzbar ist, z.B. in der Medizin oder der Energiewirtschaft. Die Erschließung erneuerbarer Energien erhöht den Umfang von Investitionen in der Region und verringert den Kapitalabfluss. Von diesen Investitionen profitieren auch in der Region tätige Branchen wie die Keramikindustrie, der Kabel- und Maschinenbau oder die Land- und Forstwirtschaft.

 

 

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