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Stellungnahme zum Neubau von Behindertenwohnheimen

"Nach Informationen der Aktion Mensch leben zurzeit in Deutschland ca. 160.000 behinderte Menschen in Großeinrichtungen".

Stellungnahme zur Meldung "Bezirk fördert zwei Heime für Behinderte", Coburger Tageblatt, 27.03.2009


In Deutschland werden im Jahre 2009 noch "Heime" für Menschen mit Behinderte gefördert und gebaut. Dem Grundsatz "ambulant vor stationär" wird mangels Interesse der Entscheidungsträger und vieler Einrichtungen kaum Interesse verliehen. Es bleibt zu fragen, ob diese Leute selbst in einem Wohnheim leben wollen. Nach der letzten aktuellen Studie aus NRW wollen dies ganze 13% der im Wohnheim untergebrachten. 87% wollen also so leben, wie alle anderen Menschen auch: in der eigenen Wohnung, mit Partner/in, Kinder/n, in einer Wohngemeinschaft etc.

Aktion Mensch und die Bundesinitiative Daheim statt "Heim", welche u.a. von Altbundespräsident Richard von Weizsäcker, Alfred Biolek, Bruno Ganz, Reinhold Messner, Andrea Nahles, Jörg Pilawa, Nina Ruge, Henning Scherf und 2.470 anderen Unterzeichner/innen unterstützt wird, stellen die derzeitige Situation so dar:

"Nach Informationen der Aktion Mensch leben zurzeit in Deutschland ca. 160.000 behinderte Menschen in Großeinrichtungen. Fast 20 % der "geistig"- und mehrfachbehinderten Menschen leben in Zimmern mit drei und mehr Betten. 43 % der "geistig"-, körper- und mehrfachbehinderten Menschen leben mit einer zweiten Person auf einem Zimmer, was von ihnen oft nicht selbst gewünscht wird".

Einen Tag vor der Meldung im Coburger Tageblatt trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention verbindlich in Kraft. Dort verpflichtet sich Deutschland in Artikel 19, dass "Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben". Dazu fordern alle Parteien im Bundestag, dass der Grundsatz ambulant vor stationär endlich umgesetzt werden muss. Wir wünschen uns, dass diese Informationen eines Tages auch in die Bezirksverbände gelangen und im Bezirkstag endlich der Wille aller Bundesregierungen seit 1984 (ambulant vor stationär!) umgesetzt wird -- damit die "restlichen 87%" auch die Wahl haben.


Roman Kollar

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