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Wie steht es um einen gesicherten ICE-Halt in Coburg?

2013.11.01 Teaser Logos Pro Bahn VCD

Bahnchef Rüdiger Grube hat auf Nachfrage von CSU-MdB Hans Michelbach im Vorfeld der Bundestagswahl einen ICE-Halt in Coburg zugesichert. Eine solche Zusage ist jedoch alles andere als verbindlich. Was für die Deutsche Bahn zählt, sind Fakten, die einen ICE-Halt in der Vestestadt wirtschaftlich machen. Es müsse noch viel getan werden, um die entsprechenden Fakten zu schaffen sagen Vertreter des Verkehrsclubs Deutschland und von Pro Bahn.

 

 

Die Regionalsprecher des Verkehrsclubs Deutschland, Gerd Weibelzahl, und des Fahrgastverbands Pro Bahn, Burkhard Eßig, haben kürzlich deutlich ihre Sorgen darüber geäußert, dass es mit dem ICE-Halt in Coburg nichts wird, sollte die Neubaustrecke ab 2017 wie geplant zwischen Nürnberg und Erfurt eröffnet werden. Hier äußern sich keine Laien, sondern Fachleute. Entsprechend ernst sollten ihre Gründe und Argumente bewertet werden.

 

Hier die Presseerklärung im Wortlaut:

 

Die Verweigerung eines ICE-Halts in Coburg - ein verkehrs-  und finanzpolitischer Skandal

 

Ein ICE-Halt in Coburg konnte - zumindest in Tagesrandlagen - bisher als feste Zusage der Deutschen Bahn gelten. Der Marketingvorstand des DB Fernverkehr, Manuel Rehkopf, hat bei einer Pressekonferenz im August 2013 in Leipzig sogar dieses Minimalangebot in Frage gestellt. Vier Fernzüge am Tag, je zwei in eine Richtung, das ist das Höchste, was momentan zu erwarten ist.

 

Die Bahn mag darin nur die Vorgaben des Planfeststellungsverfahrens erfüllt sehen, dass in Coburg nie mehr als den Halt von zwei ICE-Zügen je Richtung in Tagesrandlage vorsah. Wohlgemerkt ICE-Zügen! Daneben waren noch über 30 weitere Angebote in Form von Interregiozügen eingeplant. Des Weiteren sollten über 100 Güterzüge über die Neubaustrecke verkehren.

 

Das ist genau der Punkt, der es gerechtfertigt erscheinen lässt, von einem Skandal zu sprechen. Skandal deshalb, weil die Voraussetzungen, auf welchen die Planfeststellung beruht, nun in mehrfacher Hinsicht missachtet werden:

  • es erfolgt lediglich eine Verlagerung der vorhandenen, im Stundentakt verkehrenden ICE-Linie München - Berlin auf die Neubaustrecke. Ergänzend sollen noch einige Sprinterzüge fahren.
  • die Trassenkosten und das Begegnungsverbot im Tunnel bedingen, dass wenige Güterzüge die Neubaustrecke nutzen werden.
  • die Interregiozüge wurden vollkommen aus dem Programm der Deutschen Bahn genommen,
  • die Ein- und Ausschleifung von und nach Coburg verliert damit ihre Zweckbestimmung.

 

Den Regionen, welche alle Lasten der ICE-Strecke zu tragen hat, erhalten nicht den geringsten Nutzen daraus. Nach deren Fertigstellung im Jahre 2017 wird das Angebot im Fernverkehr weit schlechter sein als heute. Noch kann man in Lichtenfels alle zwei Stunden in einen ICE nach Berlin oder nach München steigen. Wenn man künftig von Coburg aus nach Erfurt, Leipzig oder Berlin reisen will, muss man erst 50 km nach Süden in Richtung Bamberg fahren, um dann wieder mit 250 km/h an Coburg vorbeigetragen zu werden. In Bamberg erreicht man dann nicht einmal den ICE, da dieser wenige Minuten vor der Ankunft des Regionalexpresses aus Sonneberg Richtung München abfährt. Ausgerechnet unter der Bezeichnung „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" wird eine ganze Region vom Fernverkehr abgehängt, die über vierzig Jahre lang unter den Folgen der deutschen Teilung gelitten hatte.

 

Was also ist zu tun? Natürlich ist die Kommune gefragt, der Bau eines Parkhauses in der Nähe des Coburger Bahnhofs ist überfällig. Der größte Anteil liegt jedoch in gesamtstaatlicher Verantwortung bzw. bei der Deutschen Bahn mit folgenden, unverzichtbaren Maßnahmen:

  • die im Planfeststellungsverfahren vorgesehene qualifizierte Bedienung Coburgs im Zweistundentakt in der Relation München-Nürnberg-Erfurt-Leipzig-Berlin wird gewährleistet,
  • dazu der Ausbau des Bahnhofs Coburg für einen solchen Fernzugverkehr einschließlich der dafür erforderlichen Infrastruktur,
  • die ebenfalls im Planfeststellungsverfahren enthaltene Zweigleisigkeit im Süden des Coburger Bahnhofs wird wiederhergestellt, damit Züge nicht länger aufeinander warten oder auf 50 km/h herunterbremsen müssen, um die Weichen im Bereich des Coburger Güterbahnhofs passieren zu können,
  • die Beschlüsse des Stadtrates von Coburg vom Dezember 2012 und des Kreistages des Landkreises Coburg vom Januar 2013 über einen Lückenschlusses nach Südthüringen werden so rasch wie möglich in die Tat umgesetzt mit dem Ziel, das Gebiet zwischen Hildburghausen, Meiningen, Bad Salzungen und Suhl an einen Fernverkehrshalt in Coburg anzubinden.

(c) VCD, Pro Bahn

 

2013.11.01 Zug in Bhf Coburg

Wir müssen dafür sorgen, dass tatsächlich auch ICE-Züge in Coburg halten!

 

Am Samstag, 02.11.2013 veranstaltet der Verkehrsclub Deutschland zusammen mit dem ADFC und PRO BAHN von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr einen Informatiosstand in Höhe des Stadthauses Dort werden Unterschriften zur
Tempo-30-Kampagne und zum Bahnlückenschluss Coburgs nach Südthüringen gesammelt.

 

Wir Coburger Grüne halten ebenfalls einen Bahnlückenschluss nach Südthüringen für einen wichtigen Baustein zur Sicherstellung des ICE-Halts in Coburg. Unser Positionspapier (Größe: 108 kB; Downloads bisher: 1738; Letzter Download am: 23.06.2017) dazu hat an seiner Gültigkeit nichts verloren.

 

Wolfgang Weiß

01.11.2013

 

 

 

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