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Wer braucht die 380 kV-Leitung wirklich?

Die Energiewende ist erklärtes politisches Ziel der Bundesregierung. Im Strombereich bedeutet das vor allem die Integration von Strom aus erneuerbaren Energien ins deutsche Stromnetz.


Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat in zwei Studien untersucht, welche Anpassungen nötig sind, um den Anteil von Strom aus regenerativen Quellen im Stromnetz zu ermöglichen. Die „Südwestkuppelleitung“ (die über 210 Kilometer von Sachsen-Anhalt über Altenfeld/Thüringen durch das Coburger Land und den Osten der Stadt Coburg zum Umspannwerk Redwitz an der Rodach im Nachbarlandkreis Lichtenfels, gebaut werden soll) ist als Neubauprojekt einer 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung in den dena-Netzstudien enthalten und wird als notwendig erachtet, um Windstrom aus Mitteldeutschland nach Süddeutschland zu transportieren. 

  2012 Ostermontagskundgebung 15


Die gegenwärtige Diskussion um diese Trasse, die mit erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaftsbild verbunden ist und von der Anwohner/innen erhebliche Gesundheitsgefährdungen befürchten, fokussiert sich um mehrere Themenkomplexe:

  • Schränkt das Energieleitungsausbaugesetz EnLAG und das Netzausbaubeschleunigungsgesetz NABeG die Beteiligungsrechte betroffener BüürgerInnen und Kommunen in unzuläässiger Art und Weise ein?
  • Ist es rechtlich zulässig, den Bedarf durch einen Gesetzestext festzustellen (§§ 1 Abs.2 EnLAG) und damit die Antragsteller des Bauvorhabens vom Nachweis der Notwendigkeit zu entbinden?
  • Dient die geplante Höchstspannungsleitung tatsächlich vorrangig der Netzintegration von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen und der Netzstabilität? Oder sollen damit die Bedingungen für die Einspeisung von Strom aus Kohlekraftwerken und bis zum Jahr 2022 laufenden Atomkraftwerken gesichert werden, auch bei zeitgleicher Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom?
  • Ist die geplante Höchstspannungsleitung eine Maßnahme, um vorrangig deutschland- und europaweit Stromhandel betreiben zu können, also eine Maßnahme, die der Stromwirtschaft dient, aber über zu entrichtende Netzentgelte von den Stromkunden finanziert wird?
  • Wurden Alternativen ernsthaft geprüft? Das betrifft sowohl technische Fragen (zum Beispiel Verwendung von Hochtemperaturseilen auf vorhandenen Trassen, verbessertes Lastmanagement, Erdverkabelung) als auch raumplanerische Fragen (Trassenverläufe, zum Beispiel auf bereits vorhandenen Leitungstrassen).
  • Berücksichtigen die zugrundeliegenden dena-Netzstudien die Potentiale von Energieeinsparung, Energieeffizienz, Energiespeicherung und dezentraler Energieerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse, die eine Reduzierung von Leitungskapazitäten ermöglichen würden, um das deutsche Stromnetz an die Anforderungen der Zukunft anzupassen?

Die von den Coburger Grünen organisierte Podiumsdiskussion am Mittwoch, 10. Juli bringt Befürworter/innen und Gegner/innen der „Südwestkuppelleitung“ zusammen. Ab 19:00 Uhr werden im Saal des Gasthauses Sauerteig, Oeslauer Straße 100 in Rödental, zum Thema „Wer braucht die 380-kV-Leitung wirklich?“ miteinander diskutieren:

  • Sigmar Schnabel, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Coburg
  • Markus Lieberknecht, Pressesprecher der Netzbetreibergesellschaft TenneT
  • Anette Martin, Sprecherin der Interessengemeinschaft Achtung-Hochspannung
  • Bernd Lauterbach, Landtagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis Coburg

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Thomas Apfel, Mitarbeiter von Radio Eins. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Wolfgang Weiß / Ina Sinterhauf
04.07.2013

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