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Energiewende in Bayern - Die Kommunen werden aktiv!

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg Teaser

So lautete das Thema des diesjährigen kommunalpolitischen Kongresses vom GRIBS-Bildungswerk und der Petra-Kelly-Stiftung in Abensberg, Niederbayern. Die Nachfrage war groß: rund 100 grüne KommunalpolitikerInnen waren aus ganz Bayern zur zweitägigen Veranstaltung angereist.

 

Die Energiewende kommt voran. Nicht so sehr wegen der politischen Weichenstellungen in Brüssel, Berlin und München, sondern weil die Kommunen "die Ärmel hochkrempeln" und mit Projekten den Umstieg von der atomar-fossilen Energiewirtschaft zu einer Energieerzeugung aus umweltfreundlichen und klimaneutralen Quellen beginnen: Dort, in den Kommunen, werden Wind- und Solarparks gebaut, Nahwärmenetze installiert und Konzepte erarbeitet, wie die Wertschöpfung bei Energieerzeugung und -verteilung möglichst in den Städten, Gemeinden und Landkreisen bleiben kann.

 

Doch vielen EntscheidungsträgerInnen in der Kommunalpolitik fehlen oftmals konkrete Informationen und Erfahrungen, wie einzelne Projekte angegangen und umgesetzt werden können. Die Dezentralisierung der Energieerzeugung weckt oftmals auch Ängste in der Bevölkerung und kann zu Widerständen führen, mit denen konstruktiv umgegangen werden muss.

 

Die gemeinsame Tagung vom GRIBS-Bildungswerk und der Petra-Kelly-Stiftung hat sich am vergangenen Wochenende in Abensberg mit den für die Energiewende zentralen Fragen beschäftigt:

  • Wie kann die Energiewende vor Ort begleitet werden?
  • Was ist genau zu tun, um die Energieeffizienz, den Ausbau von Wind- und Sonnenkraftwerken voran zu bringen?
  • Wie kann das mit den Bürgerinnen und Bürgern und nicht gegen sie umgesetzt werden?

 

Die Fachvorträge zu "Energiewende in Bayern" und weitere Informationen zu ReferentInnen und Thema sind auf der Homepage der Petra-Kelly-Stiftung eingestellt und können dort nachgelesen werden. Hier gibt es im Anschluss einige Bilder zum 26. kommunalpolitischen Kongress, der mit rund 100 Anmeldungen einen Teilnahmerekord verzeichnete. Kein Wunder bei einem so aktuellen und wichtigen Thema!

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 01

Das Tagungsprogramm, zahlreiche Infos zum Thema Energiewende auf den Informationstischen und viele interessante Details und Zusammenhänge von den Vortragenden.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 02

Das Berufsbildungswerk St. Franziskus, ein ruhiger Tagungsort am Rande von Abensberg, umgeben von Getreideäckern und Spargelanbauflächen.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 03

Grußwort von Peter Gack, Geschäftsführer von GRIBS und grüner Stadtrat in Bamberg.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 05

Dr. Gerd Rudel, Bildungsreferent der Petra-Kelly-Stiftung, begrüßt ebenfalls die Teilnehmer des Kongresses.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 05

Ein "Heimspiel" für Richard Zieglmeier, Mitglied im GRIBS-Vorstand, grüner Stadtrat und ehrenamtlicher Umweltbeauftragter in Abensberg. Er begleitete die Kongressbesucher durch einen Großteil des Programms, organisierte eine Führung zum Hundertwasser-Turm und dem Kuchlbauer-Saal, wo GRIBS am Samstag-Abend sein 25-jähriges Bestehen feierte.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 06

Ludwig Hartmann, energiepolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion: "50 Milliarden Euro wurden mittlerweile in erneuerbare Energien investiert, der überwiegende Anteil von Bürgerinnen und Bürgern. Die sind in Sache Energiewende weiter als die bayerische Staatsregierung!"

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 07

Dr. Peter Pluschke, Umweltreferent der Stadt Nürnberg, zur Metropolregion Nürnberg: "Wir wollen bis zum Jahr 2020 zwanzig Prozent Energie einsparen, die Energieeffizienz um zwanzig Prozent steigern und vom Gesamtenergieverbrauch zwanzig Prozent mit erneuerbaren Energien decken."

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 08

Dieter Gewies, 1.Bürgermeister der Gemeinde Furth bei Landshut und "einziger Grüner im Gemeinderat" zur geplanten Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes durch die schwarz-grüne Bundesregierung: "Wir haben jetzt in der Fotovoltaik die bizarre Situation, dass ein Produkt, das immer billiger wird, durch die Zubaubeschränkungen verknappt werden soll!"

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 09

Erich Maurer, Geschäftsführer der Energieagentur Nordbayern: "Die Energiewende wird nicht von selbst passieren!" Er empfiehlt für die Umsetzung der Energiewende vor Ort  die Erarbeitung von Energienutzungsplänen und die Einrichtung eines kommunalen Energiemanagements, um in Sachen Energieeffizienz weiter zu kommen.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 10

Wolfdieter von Trotha vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. erläuterte die Struktur verschiedener Genossenschaftsarten, mit denen sich Bürgerinnen und Bürger, aber auch Kommunen, zusammenschließen können, um Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energiequellen zu produzieren und zu vermarkten. "Was der einzelne nicht schafft, das schaffen viele! - Dieses Zitat von Wilhelm Friedrich Raiffeisen hat nach wie vor Gültigkeit!"

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 11

Irina Rau, Diplom-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Umweltpsychologie an der Universität des Saarlandes erläuterte, wie wichtig es bei Projekten ist, die betroffenen Menschen von Anfang an mit einzubeziehen und im Planungsverfahren transparent mit den Informationen umzugehen: "Die Akzeptanz der Anlagen vor Ort hängt maßgeblich von guter Planung ab." Die Verantwortung für kommunale Entscheider sei es, Positiv-Beispiele zu schaffen statt jedes denkbare Projekt zu realisieren.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 12

Markus Büchler und Claudia Bosse machten sich aus Sicht von Landschaftsarchitekten Gedanken über die Realierung von Windenergieprojekten. Wie man es nicht machen sollte, stellte Markus in einem Rollenspiel als Bürgermeister von Odelspritzing sehr gekonnt dar. Oftmals resultiere Widerstand aus fehlendem Wissen, Emotionen und Kommunikationsmängeln. Diesen Defizite fundiert und sachorientiert zu begegnen, dafür plädierte Claudia Bosse, um NIMBY ("Not In My Backyard") keine Chance zu geben.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 13

Johann Gerdenitsch, Amtsleiter Umweltplanung der Stadt Fürth, erläuterte anhand zahlreicher Beispiele die Konfliktlinien zwischen Denkmalschutz und Fotovoltaiknutzung von Dachflächen: "Wenn wir die vorhandenen Potenziale der Solarenergie auf den Dächern nutzen, haben wir mit der Energiewende keine Probleme!"

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 14

Aufmerksame Zuhörer und rege Diskussion im Anschluss an die einzelnen Referate.

 

2012.05 GRIBS-Kongress Abensberg 15

Beim Kongress mit dabei: die Coburger Stadträtin Angela Platsch und Wolfgang Weiß, ebenfalls im Stadtrat zu Coburg und seit letztem Jahr Mitglied im GRIBS-Vorstand.

 

Wolfgang Weiß

19.05.2012

 

 

 

 

 

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