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Coburg: Ökostrom für die Stadtverwaltung!

Teaserbild E-101

Die grüne Stadtratsfraktion forderte mit einem Antrag Ökostrom für die Stadtverwaltung. Im Finanzsenat wurde der Antrag mit nicht besonders schlüssigen Argumenten abgelehnt. Hier ein Vorschlag, wie Coburg seiner Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz gerecht werden könnte.

 

Mit einem Stadtratsantrag von Fraktionsvorsitzendem Wolf-Rüdiger Benzel im Namen der grünen Stadtratsfraktion im April d.J. wurde die Versorgung der Stadtverwaltung mit umweltfreundlich erzeugtem Strom von einem Ökostrom-Anbieter gefordert. Der Antrag wurde gegen die  Stimmen der drei Grünen-StadträtInnen und 4 weiterer StadträtInnen in den Geschäftsgang verwiesen, im Finanzsenat am 14. Juli d.J. behandelt und dort abgelehnt.

 

Während einige Punkte in der von der Stadtverwaltung vorgetragenen Argumentation gegen den Antrag nachvollziehbar sind - zum Beispiel die Gültigkeit von abgeschlossenen Verträgen der Stadt Coburg mit den Städtischen Werken-Überlandwerken Coburg, die einen Wechsel oder eine Änderung bis 2013 nicht möglich machen - widerspricht die Argumentation, die Herr Ulrich Pfuhlmann, Leiter des städtischen Hochbauamtes, und Frau Ute Pflaum, Mitarbeiterin im Liegenschaftswesen des Finanzreferats der Stadt Coburg, im Namen der Verwaltung vortrugen, dem allgemeinen Verständnis von Ökostrom, Stromwechsel und den Mechanismen, wie die Energiewende funktioniert und begünstigt werden kann! Der Verwaltungsvorschlag, der mit 7:2 Stimmen angenommen wurde, kann hier herunter geladen werden.

 

Das Internteportal Stromwechseln hilft erklärt sehr schön, was es mit Ökostrom auf sich hat. Auch das Internet-Lexikon Wikipedia widmet dem Ökostrom einen sehr ausführlichen Eintrag. Wichtig bei dem Wechsel zu einem reinen Ökostromanbieter ist die Tatsache, dass dieser Anbieter mit seinen Gewinnen Investitionen in erneuerbare Energien tätigt und damit den Wechsel weg von klimaschädlichen Kohlekraftwerken oder der Hochrisikotechnologie Atomkraft hin zu Energieerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse, Geothermie oder hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht. Die Energiewende ist eben nicht zum Null-Tarif zu haben. Und Mehrkosten für Ökostrom sind in diesem Sinne eine gute Investition in Umwelt- und Klimaschutz!

 

Gut wäre es gewesen, wenn die Städtischen Werke-Überlandwerke Coburg zum Beispiel folgendes Angebot gemacht hätten:

 

Es gebe einen gültigen Stromliefervertrag bis 2013, aber man würde die Zeit bis dahin nutzen, um Kapazitäten im Bereich der Eigenerzeugung von Strom auszubauen.  So könne die Stadt Coburg ab 2013 mit Strom aus einer Windenergieanlage versorgt werden. Mit der Errichtung einer einzigen Windenergieanlage mit 3 Megawatt Leistung, zum Beispiel einer E-101, ließe sich bei einem Ertrag von jährlich 6 Millionen Kilowattstunden rechnersich komplett die Stromnachfrage der Stadtverwaltung abdecken. Die Investition betrage rund 5 Millionen Euro. Die SÜC wäre bereit, eine Tochtergesellschaft als Betreibergesellschaft zu gründen, an der sich auch Coburger BürgerInnen einbringen können und sich als GesellschafterInnen mit ihren Einlagen an der Finanzierung beteiligen. Mit den Erträgen aus der Stromeinspeisung werden die Einlagen zurück gezahlt und verzinst. Bereits im ersten Jahr ihres Betriebs wird die Windenergieanlage soviel Energie erzeugt haben, wie für ihre Herstellung aufgewendet wurde.

 

Diese Windenergieanlage auf einem windhöfigen Standort im Coburger Land wäre ein deutliches Signal für die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region, für den Klimaschutz, dem sich die Stadt Coburg seit 1993 als Mitglied im Klimabündnis europäischer Städte verpflichtet fühlen sollte, für regionale Wertschöpfung und für das ernsthafte Bemühen, einige Vorschläge im Integrierten Klimaschutzkonzept, das die Stadt Coburg im vergangenen Jahr erarbeiten ließ, in konkrete Taten umzusetzen.

 

Karikatur Mester Drei Pferde im Stall

copyright: sfv / mester

 

Wenn wir die Energiewende wollen, müssen alle etwas dafür tun - auch die Stadt Coburg!

 

Wolfgang Weiß

06.08.2011

 

 

 

 

 

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