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Die Herausforderung: Coburg wird 100%-Erneuerbare-Energie-Region

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Den Atomausstieg fortsetzen und den Herausforderungen des Klimawandels begegnen: das sind die großen Aufgaben,  denen wir uns jetzt stellen müssen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist: Coburg wird 100%-Erneuerbare-Energie-Region.

 

Mahnwachen zu Fukushima und Tschernobyl sind das eine, konkrete Maßnahmen zur Einleitung der Energiewende das andere! Beides ist wichtig: Wir brauchen das Gedenken an die atomaren Katastrophen, die deutlich machten, dass ein sicherer Betrieb von Atomkraftwerken nicht garantiert werden kann und die Folgen eines Super-GAUs nicht zu verantworten sind. Wir müssen aber auch Konsequenzen aus der Erkenntnis ziehen, dass wir die Atomenergie möglichst schnell hinter uns lassen müssen. Und wir müssen auch die Risiken von Erderwärmung und Klimakollaps berücksichtigen, die durch das Verbrennen fossiler Energieträger entstehen. Die Havarie des BP-Bohrschiffes "Deepwater Horizon" vor einem Jahr und die Ölpest im Golf von Mexico zeigten weitere Risiken der Gewinnung fossiler Energieträger für Mensch und Umwelt auf.

 

Prof. Dr. Andreas Ernst, Umweltpsychologe am Wissenschaftlichen Zentrum für Umweltsystemforschung der Universität Kassel, überschreibt einen seiner Vorträge mit dem Titel "Denn sie tun nicht, was sie wissen!" Seiner Ansicht nach hat der Wissensstand der Menschheit einen noch nie dagewesenen Höhepunkt erreicht und das menschliche Verhalten hat weitreichendere Auswirkungen als jemals zuvor. Doch aus den Informationen, die wir haben, ergeben sich noch nicht die Motivationen und Handlungsveränderungen, die nötig wären, um gefährliche Entwicklungen zu stoppen und Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln.

 

Das Projekt "100%-Erneuerbare-Energie-Regionen" will Akteure unterstützen, die mit der Abkehr von der bisherigen atomar-fossilen Energiewirtschaft und der Entwicklung einer Energiewirtschaft, die ausschließlich auf Energien aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie setzt, eine Nachhaltigkeitsstrategie für ihre Kommune umsetzen wollen. In Coburgs Nachbarschaft tut sich schon etwas: so ist die Region Bamberg bei "100ee" dabei, und auch der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen macht mit. Wir Grüne vom Kreisverband Coburg-Stadt meinen: Coburg sollte ebenfalls mit machen! Deshalb haben wir auch einen entsprechenden Stadtratsantrag gestellt.

 

Einige positive Ansätze für "100ee" sind da: wir haben seit letztem Jahr ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Coburg, das die Stabsstelle Umwelt zusammen mit Energieberater Jörg Wicklein erarbeitet hat und das wichtige Handlungsfelder aufzeigt, z.B. in Sachen Energieeinsparung oder Energieeffizienz. Die Stadt Coburg ist seit 1993 Mitglied im Klimabündnis europäischer Städte - Alianza del Clima und hat sich damit u.a. verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Es gibt seit 2009 den Stadtratsbeschluss, alle kommunalen Neubauten im Passivhausstandard zu verwirklichen.

 

Wir haben aber auch mit den Städtischen Werken-Überlandwerken Coburg einen eigenen kommunalen Energieversorger und -verteiler, der bereits in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investiert. Die SÜC bieten mit dem Main-SÜC-Strom ein umweltfreundliches Produkt an und weitere Investitionen in Fotovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und energetische Nutzung von Biomasse stehen an. Doch es muss mehr geschehen: 84 Prozent des Stroms bezieht die SÜC von E.on Bayern! Wir brauchen ehrgeizige Ziele zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Region, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Abhängigkeiten von Atom und Kohle zu beenden, um Wertschöpfung in der Region zu generieren, um endlich mit einem nachhaltigen Wirtschaften zu beginnen, das - es mag jetzt ein wenig naiv klingen, aber einen anderen Weg gibt es meiner Meinung nach nicht - Mensch und Umwelt miteinander versöhnt.

 

Hier einige Links zum Thema "100%-Erneuerbare-Energien-Region":

Zur Startseite der 100%-EE-Regionen

"Wir machen alles selber" heißt der Artikel von Christiane Grefe in der Wochenzeitung DIE ZEIT

Unser Stadtratsantrag zum Beitritt 100%-EE-Region

 

Coburg 100 % Erneuerbare Energien Region ?

 

Wolfgang Weiß

01.05.2011

 

 

Coburg wird vorerst nicht 100%-Erneuerbare-Energie-Region !

Denn: Unser Antrag wurde in der Stadtratssitzung am 19. Mai abgelehnt. Oberbürgermeister Norbert Kastner machte formalrechtliche Bedenken geltend, denn der Stadtrat könne den Mitgliedern des Aufsichtsrats der SÜC keine Weisungen erteilen. Diesem Schluss folgte die Mehrheit der Stadträtinnen und -räte. Der eigentliche Anlass des Antrags, in der Region auf 100 % erneuerbare Energien um zu stellen, wurde nicht diskutiert. Grund genug, optimistisch zu sein und einen weiteren Antrag in diese Richtung zu stellen.

 

Wolfgang Weiß

02.06.2011

 

 

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