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Anti-Atom-Tag Oberfranken: Grüne Coburg auf Besuch bei MdB Michelbach

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Advent, Advent, ein Brennstab brennt. Erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier! Dann steht das Volk vor deiner Tür ..."

 

 

 


 

 

 

Zum oberfränkischen Anti-Atom-Aktionstag versammelten wir uns beim Büro von MdB Hans Michelbach. Wie beim Castortransport gaben wir unsere Route nur einer Handvoll Leuten bekannt (Mitglieder, Presse, Funk, Fernsehen und der Grünen Jugend).

 

 

 

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Planmäßig um 11:00 Uhr kam der Benzel-Weyh'sche Transport an. Im Gepäck zwanzig Fässer ordentlichen Atommülls.

 

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Vorstandssprecher Roman Kollar begrüßte die Anwesenden. Da MdB Michelbach um 11:10 Uhr immer noch nicht da war, klingelten wir - vergeblich. Die Klingelsuche war schwierig, im Gegensatz zur Atomlobby besaßen die Grünen keinen Schlüssel für den  Hintereingang.

 

Martina Benzel-Weyh gab das Coburger Weihnachtsatomgedicht zum Besten:

 

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Martina Benzel-Weyh (1974 - ?) frei nach Theodor Storm (1817-1888)

 

Knecht Michelbach

 

„Von drauß' vom Bundestag komm ich her;

Ich muss euch sagen, es gefällt mir alles gar sehr!

Allüberall in den Regierungsparteispitzen

Sah ich goldene Eurozeichen blitzen;

Und droben aus dem Reichstagstor

Sah mit strahlenden Lobbyisten die Merkel hervor,

Und wie ich so strolcht durch den verfilzten Tann,

Da rief' sie mich mit typischer Stimme an:"

„Michelbach", rief sie, „kenn dich zwar nicht so gut, Gesell!

Aber zück deinen Stimmzettel und spute dich schnell!

Das Volk, es fängt zu brennen an,

Die Grünen haben's schon lange getan,

Alte und Junge wollen sich nun

Wehren gegen unser Atomobby-Tun;

Und nun demonstrieren sie hier auf Erden,

aber eigentlich soll doch in Ruh' Weihnachten werden!"

Ich sprach: „O liebe Merkel fein,

Lass doch das Volk und die Grünen sein!

Ich bin doch nur in dieser Stadt, weil's da so viele gutgläubige CSU-Wähler hat!"

 

 

 

„Hast denn dein volles Euro-Säcklein auch bei dir?"

Ich sprech: „Das Säcklein, das ist hier:

Denn Angstmacherei, Selbstbetrug und ungefährlichen Atomkern

Fressen dumme Wähler gern."

„Hast denn das Pfefferspray auch bei dir?"

Ich sag: „Das Pfefferspray, das ist hier;

Doch für die kritischen Leute nur, die Chaoten,

Das trifft sie mitten ins Schwarze, die Idioten!"

Merkelchen sprach: „So ist es recht;

So geh mit dem christlichen-sozialen Gott, mein treuer Knecht!"

„Von drauß' vom Bundestag komm ich her;

Ich muss euch sagen, es juckt mich nicht sehr!

Nun spreche ich nicht mit denen, die ich hier find!

Sind's sicherlich nur böse Kind!"

 

 

 

 

Advent, Advent, ein Brennstab brennt.

 

Erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier!

 

Dann steht das Volk vor deiner Tür ..."

 

 

Im Anschluss wurden die zwanzig Atomfässer vor dem Alfons-Goppel-Haus entsorgt. Dort werden sie die nächsten Millionen Jahre stehen.

 

 

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Wie MdB Michelbach dies mit seiner Stimme im Bundestag hätte verhindern können, kann er in seinem Exemplar "Mythos Atomkraft" der Heinrich-Böll-Stiftung nachlesen, welches die Grünen im Briefkasten versenkten.

 

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Feierabend.

 

 

 

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