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November-Stammtisch: Coburger Naturallianz stellte sich vor

Frank Reißenweber

 

Rund 6.000 Mitglieder und zusätzliche Förderer in Coburg Stadt und Land zählt die Coburger Allianz für Natur- und Umweltschutz oder "Coburger Naturallianz", die Frank Reißenweber beim November-Stammtisch der Grünen vorstellte.

 

Thema des grünen Stammtisches in der "Kleinen Schwemme" im Münchner Hofbräu war die Allianz, die Anfang des Jahres vom Landesbund für Vogelschutz, dem Bund Naturschutz, dem Thüringer Waldverein, den Tier- und Naturschutzvereinen Coburg und Neustadt b.Coburg sowie von Bioland-Ökologischer Landbau und Demeter gegründet wurde. Wolf-Rüdiger Benzel hatte Frank Reißenweber, Vorsitzender des Landesbund für Vogelschutz in Coburg und Sprecher der Allianz, gebeten diese vorzustellen und Frank Reißenweber kam der Einladung gerne nach. Wilhelm Stadelmann vom Bund Naturschutz und Siegrid Ott-Beterke vom Tierschutzverein Coburg waren ebenfalls als Vertreter der "Naturallianz" gekommen.

 

Frank Reißenweber erläuterte, dass alle Ziele des Aktionsbündnisses vorab in den einzelnen Gremien und Vorständen der Mitgliedsorganisationen besprochen wurden und man bei den folgenden sechs Zielen vereinbart habe, gemeinsam dafür einzutreten. Die Ziele sind im einzelnen

  • eine Biodiversitätsstrategie für Coburg Stadt und Land zu erarbeiten und umzusetzen,
  • eine Umweltbildungsinitiative auf den Weg zu bringen,
  • eine gentechnikfreie Region zu schaffen,
  • für ein ökologisch nachhaltiges Klimaschutzkonzept einzutreten,
  • sich für die Reduzierung des Flächenverbrauchs stark zu machen (mit einem klaren Nein zu den aktuellen Flugplatzplänen),
  • den Baumschutz in Siedlungsbereichen zu stärken.

Anhand einzelner Beispiele wurden die Ziele und die Umsetzung erläutert. So gehört die Initiative des Tierschutzvereins, eine Kastrationspflicht für Katzen einzuführen, zum Thema Artenschutz und Biodiversität. Eine  erhöhte und verwilderte Katzenpopulation geht zum Beispiel auf Kosten der Singvögel. Doch in der Öffentlichkeit ist bei diesem Thema kein Problembewusstsein vorhanden. Das Coburger Tierheim beherberge zur Zeit ca. 160 Katzen, ausgelegt sei das Heim jedoch nur für die Hälfte, erläuterte Siegrid Ott-Beterke. Und der Tierschutzverein habe kein Geld, alle verwilderten Katzen kastrieren zu lassen. Neben den Katzenbesitzern sei auch die Kommune gefordert, um das Problem in den Griff zu bekommen. Die Grünen im Stadtrat haben deshalb einen entsprechenden Antrag gestellt, der gegenwärtig im Geschäftsgang ist.

 

Bei der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Coburg haben sich die Mitglieder der Allianz in die verschiedenen Foren und Expertenrunden eingebracht. Mit gutem Erfolg, wie Frank Reißenweber meinte. Jetzt sei es wichtig, aus dem erarbeiteten Konzept Fakten und Taten werden zu lassen und den Klimaschutz auch in den Landkreis zu tragen.

 

Einen wichtigen Bereich für die Zusammenarbeit von "Naturallianz" und grüner Kommunalpolitik sieht Wolf-Rüdiger Benzel bei Stellungnahmen zu Bauprojekten. Hier sei man auf die Fachkompetenz der Umwelt- und Naturschutzverbände angewiesen. Bei diesem Thema erhoffen sich auch die Partner der Allianz mehr Gewicht. Nach den Erfahrungen von Wilhelm Stadelmann könne der Bund Naturschutz in öffentlichen Verfahren zwar Stellungnahmen abgeben, aber die würden dann doch meist einfach weggewischt.

 

Frank Reißenweber sieht die "Naturallianz" am Anfang ihrer Arbeit. Es gebe viele Strukturen, die vorhanden wären und die man miteinander vernetzen müsse. Und es gebe auch Erfolge. So habe man das Projekt "Grünes Band" entlang der früheren innerdeutschen Grenze gegen massive Widerstände verschiedener Interessengruppen durchsetzen können. Und angesichts der Tatsache, dass gute Umwelt- und Klimaschutzpolitik sich zu einem wahren Jobmotor in der Bundesrepublik entwickelt habe, ist sich Frank Reißenweber sicher, dass man auch mit anderen "grünen" Themen selbstbewusst auftreten kann.

 

Dennoch: viele Umweltthemen erreichen die Menschen noch nicht so richtig. Das mache den Themenbereich Umweltbildung so wichtig. Karlheinz Lipp hatte einen anderen Vorschlag: "Macht es doch wie OBI - für einen geringen Aufpreis auf die Produkte dort gibt es noch eine kastrierte Katze zum Mitnehmen!"

 

Vorstandssprecherin Martina Benzel-Weyh dankte den Mitgliedern der "Naturallianz" für das Kommen und die Vorstellung, und sie lud zu einer Beteiligung an einem oberfrankenweit organisierten Anti-Atom-Tag ein, zu dem Aktionen statt finden.

 

Die Ziele des Aktionsbündnisses von Naturschutzorganisationen und ökolandwirtschaftlichen Verbänden können hier herunter geladen werden:

Coburger Allianz für Natur- und Umweltschutz (Größe: 801 kB; Downloads bisher: 3846; Letzter Download am: 29.06.2017)

 

2010 Stammtisch November

Frank Reißenweber vom Landesbund für Vogelschutz, Wilhelm Stadelmann vom Bund Naturschutz und Siegrid Ott-Beterke vom Tier- und Naturschutzverein stellen das Aktionsbündnis vor.

 

Wolfgang Weiß

09.11.2010

 

 

 

 

 

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