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Grüner Stadtratsantrag: Kastrations- und Kennzeichnungsgebot von Katzen

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Ein großes Problem mit unkontrolliert und unversorgt wachsenden Katzenpopulationen haben inzwischen viele Städte in Deutschland.

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kastner,

 

der Stadtrat Coburg möge beschließen:

 

Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung eine Verordnung für ein Kastrations- und gleichzeitiges Kennzeichnungsgebot für die im Privatbesitz befindlichen freilaufenden Katzen auf der Basis der hier aufgeführten Maßnahmen zu erarbeiten.

 

Begründung:

 

Ein großes Problem mit unkontrolliert und unversorgt wachsenden Katzenpopulationen haben inzwischen viele Städte in Deutschland. Nicht nur herrenlose verwilderte Katzen vermehren sich, sondern auch freilaufende, unkastrierte Katzen in menschlicher Obhut.

 

In beiden Fällen gibt es Versorgungs- und Unterbringungsprobleme mit dem Nachwuchs, der dazu noch zweimal im Jahr zahlreich zur Welt kommen kann. Bei den wildlebenden Katzen sterben die Tiere oft einen elenden Tod und leiden unterernährt und ungeimpft an Krankheiten, die sie auch wiederum auf andere Katzen - in bestimmten Fällen auch auf Menschen - übertragen können. Eine weitere Gruppe sind Katzenhalter in der Landwirtschaft. Hier werden bis heute die Jungen nicht selten vom Halter getötet oder sich selbst überlassen. Auch bei den in menschlicher Betreuung befindlichen Katzen werden die Tierhalter/innen oft mit ungewolltem Nachwuchs konfrontiert, der dann die Versorger nicht nur zeitlich und räumlich, sondern auch finanziell überfordert. Spätestens beim zweiten Wurf findet sich häufig kein Zuhause mehr, die Tiere werden ausgesetzt oder getötet. Zumeist sind jedoch die Tierheime die Anlaufstelle, die bis an die Kapazitätsgrenzen mit Katzen gefüllt sind. Hier bleiben die Kosten für Impfung, Kastration und Versorgung hängen. In manchen Städten ist das Ausmaß des Problems derart angewachsen, dass die Tierheime und Tierschutzverbände Alarm schlagen. Tierheime verhängen einen Aufnahmestopp für Katzen, die Tiere verenden elendig auf der Straße.

 

Art. 20a GG hat das Staatsschutzziel Tierschutz in die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen und seither gelten andere Maßstäbe und Wertvorstellungen, die in dieser Frage auch - schon vor 2002 - gerichtlich geklärt worden sind (VG Gießen): Selbstverständlich kann das Dahinsiechen einer erkrankten und unter Schmerzen leidenden Katze einen Verstoß gegen die öffentliche Ordnung darstellen, weil es eben mit den herrschenden ethischen Wertevorstellungen, die für ein gedeihliches Zusammenleben als unabdingbar angesehen werden nicht vereinbar ist, ein solches Tier unversorgt in seinem qualvollen Zustand zu belassen, also weiter leiden zu lassen.

 

In Paderborn zum Beispiel ist man nun dabei, erste Erfahrungen mit der Umsetzung des Kastrationsgebotes zu sammeln. Führende Tierschutzorganisationen begrüßen die laufenden Maßnahmen zur Stabilisierung - nicht Ausrottung - der Katzenpopulation unter Tierschutzaspekten.

 

Auch das Coburger Tierheim befürwortet diese Maßnahmen, da die Menge der aufgefundenen oder abgegebenen Tiere nur noch mühsam versorgt werden kann (s. Anlage Bericht aus der Neuen Presse vom 03.08.2010). Ebenso unterstützt die Bayerische SPD-Landtagsfraktion die Forderung.

 

Trotz regelmäßig durchgeführter Kastrationsmaßnahmen einiger Tierschutzorganisationen sind durchschlagende Erfolge zur Minimierung der Population nicht erkennbar. Den Kommunen, deren Pflichtaufgabe die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren ist, kann durch eine Stabilisierung der Katzenpopulationen durch ein Kastrationsgebot kurz- bis mittelfristig auch ein enormer Kostenaufwand erspart werden.

 

Die Maßnahmen müssten sich konzentrieren auf

 

-die Kastration freilaufender Katzen in Privatbesitz, die älter als 6 Monate sind,

-die Kennzeichnung der Katzen durch Mikrochip oder Tätowierung,

-ggf. Kooperationsvereinbarungen mit örtlichen Tierärzten zur Kostenrabattierung,

-die Dokumentation der Katzenpopulation in Coburg über Tierärzte, Tierheime und Tierschutz und die

-Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für Züchter sowie begründete Individualfälle.

 

 

Der Stadtverwaltung entstehen keine zusätzlichen Kosten, da die Kastration und die damit verbundene Chip-Kennzeichnung der Katzen vom Tierhalter oder bei streunenden Katzen/Fundtieren vom Tierschutz/Tierheim übernommen werden.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um Zustimmung.

 

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