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PM: Falsch verbunden – der CC passt nicht zum weltoffenen Hamburg

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Das Aktionsbündnis gegen den Coburger Convent hat anlässlich der Mitgliedschaft des Bewerbers um das Amt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Hamburg Christoph Ahlhaus in der Verbindung Ghibellinia Heidelberg, welche Mitglied im Coburger Convent ist, folgende Pressemitteilung veröffentlicht:


 

Wir, das Aktionsbündnis gegen den Coburger Convent (CC), engagieren uns seit Jahren gegen den Pfingstkongress des CC. Der Zusammenschluss besteht aus Bündnis 90 / Die Grünen Coburg, der Linken Coburg, der IG Metall Coburg, dem Coburger Aktionsbündnis gegen rechte Aktivitäten sowie anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren. Im Rahmen dieser Arbeit wurden wir immer wieder in unserer Kritik bestätigt.
Zwischen dem CC und der radikalen Rechten gibt es strukturelle und vor allem ideologische Überschneidungen. Erstens sind einzelne Mitglieder aus Verbindungen des CC in der NPD organisiert, dies stellt für den Dachverband trotzt derer bekanntermaßen menschenverachtender Ausrichtung offensichtlich kein Problem dar. Er überlässt stattdessen den Umgang mit der NPD den einzelnen Verbindungen. Die Nähe zu völkisch-rassistischen Positionen manifestiert sich auch in der Mitgliedschaft österreichischer Verbindungen im CC, die sich selbst als deutsch definieren und damit die Existenz Österreichs in Frage stellen.
Verstrickungen ins rechtsradikale Milieu sind auch über die sogenannten Waffenringe mehr als deutlich erkennbar. So ist beispielsweise die Turnerschaft Ghibellinia Heidelberg, die Verbindung in der auch Ahlhaus Konkneipant ist, zusammen mit der Deutschen Burschenschaft im Heidelberger Waffenring (HIG) organisiert. Die Deutsche Burschenschaft fällt immer
wieder durch Kontakte zur NPD und anderen Nazis auf. So werden von DB Verbindungen häufig Redner der radikalen Rechten zu Veranstaltungen geladen oder im Organ der DB Interviews mit organisierten Nazis gedruckt.
Wozu eine Erziehung in solchen Verbindungen führt, erleben wir in Coburg beim Pfingstkongress jedes Jahr aufs neue. So findet jährlich das sogenannte Heldengedenken am Ehrenmal des CC statt. Im Rahmen dessen werden die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bundesbrüder zu Helden stilisiert, während den vielen Millionen Opfern des deutschen Vernichtungskrieges keine Achtung geschenkt wird. Hier drückt sich das fehlende Geschichtsbewusstsein, der Militarismus und die Rolle der studentischen Verbindungen im Nationalsozialismus aus. Beim Fackelmarsch sorgt nicht nur die Symbolik dafür, dass sich stets auch zahlreiche Nazis vom Feuerritual angezogen fühlen, sich dazugesellen und mit den Verbindungsstudenten die Nationalhymne singen.
Der CC hat sich bis jetzt noch mit keinem Wort von diesen „Gästen“ distanziert.
"All das kritisieren wir seit Jahren. Wir sind irritiert, dass es innerhalb der GAL überhaupt einer Diskussion bedarf, ob Ahlhaus als Regierender Bürgermeister wählbar ist", sagt Roman Kollar von Bündnis 90 / Die Grünen Coburg. Die Grünen in Oberfranken haben sich mit einer Resolution gegen den CC deutlich positioniert. „Von der GAL erwarten wir, dass sie sich von Ahlhaus distanziert. Dass jemand wie Ahlhaus in der Hamburger CDU eine Heimat gefunden hat, wundert uns nicht. Schließlich hat sie in der Vergangenheit auch mit der rechtsradikalen Schill-Partei koaliert. Auch dort fanden sich übrigens schon Verbindungsbrüder“, sagte Sebastian Ebert, einer der Sprecher des Aktionsbündnis gegen den CC.

 


 

Rückblick:

 


 

Resolution der oberfränkischen Kreisvorstände von Bündnis 90/Die Grünen:

 

 

Anlässlich der Kreisvorständeversammlung

Coburg, den 20. Mai 2010

 

Die Kreisvorsitzenden der oberfränkischen Grünen fordern vor dem Hintergrund des alljährlichen Pfingstkongresses des Coburger Convents:

 

  • Wer in unserer Gesellschaft Menschen aufgrund ihres Geschlechts ausgrenzt, handelt undemokratisch. Die gezielte Förderung von männlichen Akademikern unter klarem Ausschluss von Frauen, lehnen wir ab. Organisationsstrukturen, die darauf abzielen Frauen aus führenden Positionen in unserer Gesellschaft auszuschließen, sind nicht vereinbar mit einer freiheitlichen und pluralistischen Gesellschaft. Wir fordern ein klares Bekenntnis aller Demokraten zu Geschlechtergerechtigkeit, zu kultureller Vielfalt und Toleranz.

 

  • Pflichtschlagende, farbentragende Studentenverbindungen begeben sich durch die Nutzung von Symbolen und Ritualen - von militärisch anmutende Uniformen bis zu Fackelmärschen als Ausdrucksform ihrer Zusammengehörigkeit - bewusst in eine bedenkliche Nähe zur chauvinistischen und nationalistischen deutschen Vergangenheit. Wir fordern die Studentenverbindungen auf, sich deutlich von rechtem Denken und Handeln zu distanzieren und alles zu vermeiden, was dieses fördert.

 

  • Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus breiten sich schleichend aus und sind in der Mitte unserer Gesellschaft angelangt. Allein im Jahr 2008 wurden 20.000 rechtsextrem motivierte Straftaten zur Anzeige gebracht. Die erschreckende Zahl zeigt, Rechtsextremismus zu bagatellisieren ist gefährlich. Wer sich von diesem Denken nicht deutlich distanziert, wendet sich gegen den demokratischen Grundkonsens unserer Gesellschaft. Wir fordern eine Stärkung der Zivilgesellschaft durch eine Weiterentwicklung von Programme gegen Rechts.


 

 

„Zukunft statt Herkunft! - CC anfechten"

 

Aufruf zur Demo am 22. Mai 2010, 13 Uhr am Schlossplatz

 

 

„Zukunft statt Herkunft"

Jeder Mensch hat das Recht, sich - unabhängig seines Geschlechts, seiner Religion, seiner familiären Herkunft, der sexuellen Orientierung oder seiner „Rasse" - frei zu entfalten, den Beruf zu ergreifen, den mensch mag und so zu leben, wie es eben gefällt. Dabei sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Alle Menschen haben ein Recht auf freien Zugang zu Bildung. Wir wollen kein „Besser-Schlechter-Schema", das Prinzip der Gleichheit in Recht und Gesetz - wie es in den Grundrechten vorgelegt ist, ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Deshalb stehen wir dafür, dass jedem Menschen das Recht auf Zukunft und die freie Entfaltung eingeräumt wird, egal welcher Herkunft sie/er ist.

 

Was ist der Coburger Convent (CC)?

Der CC ist ein Zusammenschluss aus Landsmannschaften und Turnerschaften und umfasst ca. 100 Verbindungen mit 1.900 Aktiven und Inaktiven und rund 12.000 Alten Herren. Die im CC zusammengeschlossenen Korporationen sind ausschließlich farbentragend, in allen diesen Verbindungen ist es Pflicht die Mensur zu fechten. Zu ihrem traditionellen Pfingstkongress marschieren tausende Korporierte in Coburg ein und verwandeln die Stadt in ein Lager aus Uniformen, Säbeln und den dazugehörigen deutschen Männern.

 

Warum fechten wir den CC an?

  • Der CC steht einem modernen, freiheitlichen und offenen Weltbild gegenüber. Mit reaktionärem Gedankengut versuchen die Korporationen des CC wieder in alte, überholte Strukturen zurückzufallen bzw. diese zu erhalten.

  • Die Verbindungen im CC sehen sich als Hort der Bildungs- und Berufselite, die keinen „Außenstehenden" an sich vorbeilässt.

  • Der CC bedient Anpassung und Konformität: „Die Verbindung ist alles - du bist nichts."

  • Sein Weltbild setzt eine Einordnung von Menschen in ein „Besser-Schlechter-Schema" voraus.

  • Der patriarchale CC kämpft für eine Elite männlicher Akademiker, die sich nicht nur in Wirtschaft und Politik die Macht teilen.

  • Frauen haben nichts zu sagen: Sexistisches Gedankengut hat im CC weiterhin Hochkonjunktur.

  • Trotz des Abschwörens nach dem 2. Weltkrieg finden sich immer noch nationalistische Auswüchse im CC: So wurden z. B. bis in die 90er Jahre alle drei Strophen des „Deutschlandliedes" zelebriert.

 

Unsere Zukunft sieht anders aus:

    • Für Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit! - Gegen Elitenbildung!

    • Für die volle Gleichberechtigung aller Menschen! - Gegen Sexismus und Homophobie!

    • Für eine soziale Teilhabe aller Menschen! - Gegen neoliberalen Sozialabbau!

    • Für eine multikulturelle Gesellschaft! - Gegen Rassismus und Deutschtümelei!

    • Für ein solidarisches Zusammenleben aller Individuen! - Gegen Militarismus mit Säbeln und Waffen!

    • Für kostenlose Bildung für alle! - Gegen Studiengebühren und Geldbeutel-abhängige Bildungschancen!

    • Für ein Leben jenseits kapitalistischer Machtverhältnisse! - Gegen Millionenverdienste für Eliten!

 

Deshalb: „Zukunft statt Herkunft!" * - CC anfechten!

* in Anlehnung an das Motto des CC im Jahr 2004: „Herkunft schafft Zukunft"

 

Aktionsbündnis gegen den Coburger Convent

 

bestehend aus:

Bildungsstreik Coburg

Bündnis 90/ Die Grünen (KV Coburg-Stadt)

Coburger Aktionsbündnis gegen rechtsradikale Aktivitäten (CArA)

Die Linke (KV Coburg-Stadt)

Grüne Jugend Oberfranken

IG Metall Coburg

Schwarze Feder

 

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