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Stellungnahme zum Bericht der Neuen Presse vom 03.09.15

Wer anderen Unwahrheit vorwirft, sollte selbst bei der Wahrheit bleiben: Dass Herr Landrat Busch durch die mögliche Ablehnung des Neubaus „Flugplatzes  Neida-Wiesenfeld“ etwas dünnhäutig geworden ist, kann man verstehen. Dass er die von Ralf Wielgosch und mir getroffene Darstellung aber falsch deutet und uns als Unwahrheit unterstellt, halten wir dagegen für ziemlich dreist.

Wieso nimmt der Herr Landrat letztlich zu einer Sachlage Stellung, die die Stadt Coburg und den Aero-Club betriff? Der Landkreis ist für den Verkehrslandeplatz in Coburg nicht zuständig. Außerdem muss er durch Volkes Willen aus dem Projekt „Neubau“ zum Jahresende aussteigen. Ist es sein schlechtes Gewissen, ein Ablenkungsmanöver oder der Druck von irgendwo?

Woher hat Landrat Busch seine Informationen über unsere Angaben?  Er war bei der Veranstaltung, in der wir unsere Informationen herausgaben, nicht dabei.

Weiter zitiert er aus der E-Mail des Luftamtes vom 1.9.2015 (NP  3.9.2015): „Die Ausnahmegenehmigung für den Instrumentenflug mit Geschäfts-flugzeugen, die für die Brandensteinsebene (BE) Coburg bis zum 31.12.2019 befristet ist, kann nicht verlängert werden. Das teilte Markus Sommerhäuser, Regierungsrat am Luftamt Nordbayern in Nürnberg, Landrat Michael Busch mit“. Diese Aussage steht überhaupt nicht im Schreiben des Luftamtes und ist von ihm wohl frei erfunden. Die Mail liegt uns vor.

Weiter sagt Busch, dass wir behauptet hätten, „dass einer Betriebsverlängerung des IFR-Verfahrens durch das Luftamt nichts entgegenstehe“. Diese Aussage ist ebenso falsch und wurde so von uns auch nie behauptet. Richtig ist, dass wir während der Akteneinsicht im Luftamt erfahren haben, dass die Möglichkeit der Verlängerung der IFR-Genehmigung (Instrumentenanflugverfahren bei  schlechten Sichtbedingungen) durchaus bestanden hätte, wenn die Stadt Coburg bzw. der Aero-Club diese rechtzeitig bei der Deutschen Flugsicherung beantragt hätte. Das haben wir gesagt und nichts anderes. Zu dieser Aussage  stehen wir und nehmen sie auch nicht zurück.
Diese Fakten stehen im Schreiben der Deutschen Flugsicherung GmbH vom 13.7.2011, in dem der richtlinienkonforme Zustand der Brandensteinsebene festgestellt wurde. Die Markierungen und auch die kurze Anflugbefeuerung entsprechen den gemeinsamen Grundsätzen des Bundes und der Länder. Daran hat sich bis zum heutigen Tag auch nichts geändert.

Weiter haben wir nie behauptet, eine offizielle Stellungnahme des Luftamtes zitiert zu haben. Die ist während eines laufenden Verfahrens gar nicht zulässig. Das wussten wir, und das müsste auch ein Landrat wissen. Diese Genehmigungen erteilen im Übrigen die Deutsche Flugsicherung und das Bundesministerium für Verkehr und nicht das Luftamt.

Im Protokoll des Luftamtes (Planfeststellungsverfahren) vom 3.7.2015 steht unter „Fehlerhafte Alternativprüfung“ im ersten Satz“: „Richtlinienkonforme Herstellung Brandensteinsebene möglich“. Das trifft im Kern unsere Aussage. Deshalb haben wir uns auch zur Weitergabe dieser Information entschlossen.

Dass es keine IFR-Verlängerung geben würde, können die Stadt Coburg als auch der Aero-Club nicht behaupten, da weder von dem einen noch dem anderen je ein Antrag auf Verlängerung gestellt wurde. Genau dies haben die Gegner des Flugplatzes bei Neida in den letzten Jahren aber mehrfach bei den Verantwortlichen eingefordert. Das hätte auch Landrat Busch bekannt sein müssen.

Im  Kontext möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die Befürworter jahrelang  behauptet haben, dass die Brandensteinsebene 2019 geschlossen werden muss. Auch das war falsch. Der Flugplatz hat einen unbefristeten Bestandsschutz und kann auch nach 2019 weiter betrieben werden. Das müsste auch den Verantwortlichen bekannt gewesen sein.

Wir sind gespannt, ob es nicht doch zu einer Genehmigung für IFR auf der Brandensteinsebene kommt, wenn der Flugplatz Neida nicht gebaut werden sollte. Spätestens dann wird es herauskommen, wer die Unwahrheit gesagt hat.

 


Ralf Wielgosch und Gerhard Wolf

04. September 2015

 

 

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