Login

Login




Passwort vergessen?
.

 

Mitmachen und Mitglied werden

 


 

Atomausstieg selber machen

 


 

Grüne Emanzipatorische Linke

 

Grüne - Linke

Sozial, ökologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei

 


 

Datenschutz ist Bürgerrecht

 

Überwachungsstaat

verhindern -

Datenschutz ist Bürgerrecht

 

.

Neue Zufahrt zum Hochschul-Campus: Die Diskussion geht weiter!

2014.12.20 Teaser Landschaftspark Hohenfels

Die grünen Landtagsabgeordneten Dr. Christian Magerl und Ulrike Gote stellten eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung bezüglich einer geplanten neuen Zufahrt zum Hochschul-Campus Coburg vom Kürengrund aus und durch den Landschaftspark Schloss Hohenfels. Die Antwort des Wissenschaftsministeriums postuliert dort Fakten, wo es noch keine gibt.

 

Am 1. Dezember beantwortete das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst die schriftliche Anfrage der grünen Landtagsabgeordneten Dr. Christian Magerl und Ulrike Gote bezüglich des geplanten Baus einer Parkpalette für Autos am Hochschul-Campus Coburg und einer Erschließung des Campus vom Kürengrund aus über eine Zufahrt durch den Landschaftspark Schloss Hohenfels. Die Antwort des Ministeriums kann hier (Größe: 51 kB; Downloads bisher: 704; Letzter Download am: 23.06.2017) heruntergeladen werden.

 

Die Antwort des Ministeriums stellt Fakten fest, die nach Ansicht der Coburger Grünen keine sind. So ist es keinesfalls beschlossene Sache, dass es eine Zufahrt zum Campus von Norden her, über den Kürengrund und durch den Landschaftspark Schloss Hohenfels gibt. Eine Zustimmung von Seiten der Stadt Coburg, so wie im Schreiben des Ministeriums behauptet, gibt es nicht. Die Reaktionen auf das Ministeriumsschreiben von Seiten der Stadt Coburg wie auch von VertreterInnen des Stadtrats lässt sich gut in diesem Artikel von Simone Bastian, Coburger Tageblatt, nachlesen: "Coburger Hochschul-Zufahrt bleibt in Diskussion"

 

Die Bayreuther Landtagsabgeordnete und grüne Sprecherin für Hochschulpolitik Ulrike Gote findet zu den Plänen, eine Erschließung über den Landschaftspark realisieren zu wollen, deutliche Worte. Und sie schließt sich in ihrer Pressemitteilung vom 16. Dezember der Position der Coburger Grünen an:

 

"Im Rahmen des Ausbaus der Hochschule Coburg ist der Bau einer neuen Parkpalette geplant. Die Hochschulleitung will die bisherige Zufahrt aufgeben und eine neue Zufahrt vom Kürengrund durch den Landschaftspark Hohenfels errichten. Obwohl es Alternativen gab, die das Biotop verschont hätten, hält man an der bisherigen Planung fest", wie Landtagsvizepräsidentin Gote in einer schriftlichen Anfrage an die Staatsregierung erfuhr. "Es ist sehr erfreulich, dass immer mehr Studierende ihren Weg an die Hochschule finden und Coburg sich zunehmend als Hochschul- und Studentenstadt präsentiert. Umso wichtiger wäre es jedoch gewesen, passgenaue Konzepte zu entwickeln, die der Situation vor Ort gerecht werden und nicht auf Kosten eines geschützten Parks und Biotops zu planen", so Gote. Auch die Coburger Grünen kritisieren die Bauplanung. Stadtrat Wolfgang Weiß hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass mit dem Ausbau der Zufahrt auf Höhe der Realschule Coburg 2 eine kostengünstigere und naturschonendere Alternative realisierbar gewesen wäre. Ulrike Gote stellt fest: "Die Staatsregierung hat sich trotz der gebotenen Alternativen mal wieder gegen eine flexible, intelligente und naturverträgliche Lösung entschieden."

 

2014.12.20 Screenshot FIS Biotop CO-0037

 

Der Landschaftspark Schloss Hohenfels hat eine besondere Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz.

 

2014.12.20 Biotopkartierung Hohenfels Grünflächenamt

 

Ein Ausbau der vorhandenen Zufahrt zu Schloss Hohenfels und ein Neubau auf Teilstrecken, um die Erschließung des Campus zu ermöglichen, hätte weit größere negative Folgen, als die Hochschulleitung Glauben machen will. Das zeigt diese Kartierung des Grünflächenamtes. Die Kartierung zeigt aber auch, dass eine alternative Erschließung durchaus entlang des Studentenwohnheims möglich wäre, ohne dass in den sensiblen Bereich des Biotops eingegriffen werden müsste. Weshalb die Zufahrt am Studentenwohnheim vorbei eine unzumutbare Sache wäre, ist nicht nachvollziehbar: Zum einen gibt es bauliche Möglichkeiten, dem Verkehrslärm zu begegnen, zum anderen dürften sich die Zu- und Abfahrtszeiten mit den Aktivitätszeiten der Studentinnen und Studenten decken, die zu einem Großteil außerhalb der Wohnungen verbracht werden.

 

Wolfgang Weiß

20.12.2014

 

 

 

 

Dieser Artikel wurde bereits 11165 mal angesehen.



.