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Der Schlossplatz als Parkplatz?

Die einen halten es für eine bürgerfreundliche, unbürokratische Reaktion auf die vorübergehende Schließung des Parkhauses Mauer (wegen dessen Sanierung) und des Angerparkplatzes (wegen des Schützenfestes). Die anderen fragen sich, warum der Schlossplatz - immerhin ein Öffentlicher Raum - nun für einige Wochen (überwiegend) den Autos gehören soll. Wir Grünen finden, hier wurde auch eine Gelegenheit verpasst, ein Bewusstsein für mehr Klimaschutz zu schaffen.

 

Diskutiert wurde das Thema jedenfalls heftig, sowohl persönlich als auch in den Sozialen Netzwerken: Der Schlossplatz fungiert für einige Wochen als Parkplatz - und das kostenlos.

 

Tatsache ist, durch die Schließung der beiden Parkräume stehen momentan etwa 1.000 Parkplätze weniger in der Innenstadt zur Verfügung. Doch war die Öffnung des Schlossplatzes für Autos wirklich die einzig mögliche Antwort darauf?

 

Schlossplatz

 

Auch wenn es für Manche/n, gerade aus dem entfernteren Landkreis, aufgrund der schwachen ÖPNV-Verbindungen tatsächlich nicht möglich ist, anders als mit dem Auto zur Arbeit in die Stadt zu kommen, wäre gerade die Verknappung der Innenstadtparkplätze doch eine gute Gelegenheit gewesen, hier zum Nachdenken anzuregen. Denn nicht jede Autofahrt ist so alternativlos, wie es manche Fahrer/innen empfinden:

 

  • Innerhalb des Stadtgebietes fahren die Busse tagsüber so häufig, dass man zu so gut wie jedem Termin ohne Wartezeiten pünktlich kommen kann.
  • Wer schon mal genau aufgepasst hat, hat außerdem festgestellt, dass das Auto gar nicht immer das schnellere Verkehrsmittel ist: Sowohl mit dem Fahrrad als auch mit dem Bus ist man oft deutlich schneller in der Innenstadt, weil die Wege direkter sind und die Parkplatzsuche wegfällt.
  • Und auch der Transport größerer Mengen fällt bei Einkäufen in der Innenstadt meist überschaubar aus.

Unsere Grüne Idee finden wir besser: Für die Zeit der Parkplatzknappheit die ÖPNV-Preise deutlich senken!

Das motiviert zum Umstieg auf den Bus, vermeidet überflüssigen Verkehr an der Oberen Anlage, an der Ehrenburg und im Bürglaß - und wirkt vielleicht ja sogar über die Schließzeiten hinaus, wenn bisherige Autofahrer/innen erleben, dass Busse doch eine Alternative sind.

 

Doch reicht die Fantasie der Meisten eben nicht weiter als bis zur Bekämpfung des Symptoms: Parkplätze fehlen - neue Parkplätze müssen her. Warum diese dann aber kostenlos angeboten werden müssen (was nur noch mehr Anreize setzt, mit dem Auto in die Stadt zu fahren), leuchtet nicht ein. Bei Verknappung der Güter müssten die Preise eigentlich steigen und nicht sinken.

 

Für das Klima ist diese kurzsichtige Denkweise jedenfalls nachhaltig schädlich. Hier zählt jeder Kilometer, der nicht gefahren wird. Schade, dass diese Gelegenheit in und für Coburg verpasst wurde.

 

Ina Sinterhauf

03.08.2014

 

 

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