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Was wird aus dem ICE-Halt in Coburg?

2013.11.01 Teaser Logos Pro Bahn VCD

Der Verkehrsclub Deutschland VCD und der Fahrgastverband Pro Bahn kritisieren die Äußerung des Coburger Landrats Michael Busch, der selbstverständlich von einem ICE-Halt in Coburg ausgeht. So sicher sei dieser nicht, meinen Vertreter der beiden Organisationen. Die Region drohe, vom Schienenfernverkehr abgekoppelt zu werden.

 

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

 

ICE-Debatte: Zughalt kommt, aber selten - Verkehrsverbände erwarten von der Politik in der Region ernsthaftes Bemühen für eine regelmäßige Anbindung

 

„Mit der Aussage beim Neujahrsempfang der SPD, dass der ICE in Coburg halten werde, hat Landrat Busch der Öffentlichkeit nichts Neues mitgeteilt", sagt Gerd Weibelzahl von der Kreisgruppe Coburg des ökologischen Verkehrsclubs VCD.

 

Burkhard Eßig, Regionalverantwortlicher des Fahrgastverbandes Pro Bahn für Coburg / Südthüringen, ergänzt, dass immer noch die Aussage der DB gelte, den ICE zu „pendlergerechten" Zeiten und zu den sogenannten „Tagesrandlagen" über Coburg zu leiten. Eßig erinnert in diesem Zusammenhang an die Aussage von Bahnchef Grube beim Bahngipfel der IHK im Oktober 2012. „Daran hat sich nichts geändert. Die DB plant gerade einmal vier Zughalte am Tag in der Vestestadt", so beschreibt Eßig die unveränderte Position der Bahn.

 

Für die Verkehrsverbände ist es nun an der Zeit, das Taktieren zu beenden und der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken. Gerd Weibelzahl: „Der Vorstand der DB Fernverkehr, Manuel Rehkopf, hat bei der Präsentation des Fernverkehrskonzeptes der Deutschen Bahn nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke klargestellt, dass dann die derzeitigen Halte in Lichtenfels, Naumburg, Saalfeld und Weimar ersatzlos entfallen. Die Großstadt Jena verliert die stündliche ICE-Verbindung nach Berlin und München und erhält als Ersatz eine IC-Linie nach Kassel und Gera im 6-Stunden-Takt sowie die bekannten Verbindungen zu Zeiten der Tagesrandlage".

 

Gegenwärtig halten in Lichtenfels alle zwei Stunden ICE-Züge nach München bzw. Berlin, welche teilweise sogar bis nach Hamburg verlängert sind. Das sind zwanzig Verbindungen. Als Ersatz sollen nun ab 2017 nur vier ICE-Züge Coburg anfahren „Wir erwarten uns von der Kommunalpolitik ein nachhaltiges Engagement, damit 2017 eben mehr als vier Züge in Coburg halten. Auf Grund der zeitlichen Brisanz ist es nicht vertretbar, Beruhigungspillen zu verteilen", fasst Weibelzahl die Erwartungen der Verkehrsverbände zusammen.

 

Die Verbände verweisen auf das gute Beispiel des Bundeslandes Thüringen, welche bei der renommierten Firma Prognos aus Basel eine Studie zur ICE-Anbindung des Bundeslandes in Auftrag gegeben hat. Diese im Dezember 2012 veröffentlichte Studie stellt klar, dass Coburg für den Raum Südthüringen die ICE-Anbindung sicherstellen muss und die zeitnahe Herstellung des Lückenschlusses zum Bahnnetz nach Südthüringen hierfür höchste Priorität genießt.

 

Weibelzahl und Eßig abschließend: „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann ist zu erwarten, dass die Region 2017 vom Schienenfernverkehr abgehängt wird. Nach dem Ende der nächsten Legislaturperiode können wir beurteilen, ob die Politik ihren Aufgaben gewachsen war. Dann fährt der ICE und es zählt das 'Ist' und nicht das 'Wenn und Aber'."

 

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Dem Text ist nichts hinzuzufügen. Wenn die Coburger Zeitungen mittlerweile die Pressemitteilung abgedruckt haben, ist es gut. Am vergangenen Samstag war es noch nicht veröffentlicht.

 

Mittlerweile versucht die Gemeinde Lautertal auch vollendete Tatsachen zu schaffen, um einen Schienenlückenschluss zwischen Südthüringen und dem westlichen Oberfranken auf der alten Werrabahntrasse zu verhindern: Trotz laufender Untersuchungen werden weitere Baugebiete auf der alten Trasse ausgewiesen. Dieser Schienenlückenschluss wird vom VCD und von Pro Bahn als wichtige Voraussetzung gesehen, die nötigen Fahrgastzahlen am Coburger Bahnhof für einen ICE-Halt sicherzustellen. Sowohl die IHK Südthüringen, als auch die IHK zu Coburg sehen im Schienenlückenschluss auch eine deutliche Verbesserung für den gemeinsamen Wirtschaftsraum und die Verlagerung von Transportkapazitäten von der Straße auf die Schiene.

 

Wolfgang Weiß

18.02.2014

 

 

 

 

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