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Stadtratsantrag Veggie-Day

Kühe

So leicht sparen wir in Coburg 5.470 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein.

 

 

Antrag zur Stadtratsitzung am 30.06.2011

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

Der Stadtrat möge beschließen:

 

Veggi­Day für Coburg" - Aktiver Klimaschutz durch bewusste Ernährung

Der Stadtrat möge beschließen, dass in den Einrichtungen und Verwal­tungsbereichen der Stadt Coburg (Schulen, Kitas und Kantinen) an einem Tag in der Woche im Angebot auf Fleischprodukte verzichtet wird.
Die Verwaltung wird beauftragt, für entsprechende Regelungen bei den kirchlichen und privaten Kindertagesstätten, Restaurants, Mensen, Be­triebskantinen und natürlich alle Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt Coburg zu werben und dies zu einer gemeinsamen Kampagne zu bündeln.

 

Begründung:

 

Dem Thema „bewusste Ernährung" kommt beim Klimaschutz eine bedeutende Rolle zu. Dies macht auch die laufende Klimaschutzkampagne der Stadt Freiburg deutlich, wo unter der Überschrift „Weniger Fleisch - mehr Klimaschutz" darauf hingewiesen wird, dass allein durch die Fleischproduktion 18% der weltweiten Treibhausgasemis­sionen verursacht werden. Anderen Quellen zu Folge sei speziell Rindfleisch das größte Klimaproblem auf dem Teller - rein rechnerisch wirke sich eine Kuh übers Jahr gesehen fürs Klima genauso schädlich aus wie ein durchschnittlicher Pkw mit 14.000 km Laufleistung. Ein Steak benötigt in der Produktion ca. 4.000 l Wasser. Der Tipp an klimabewusste VerbraucherInnen den Fleischkonsum zu reduzieren ist des­halb nur konsequent.

Um diesem Thema eine breitere Öffentlichkeit zu geben und die Menschen zum Mit­machen zu motivieren, haben einige europäische Städte, so die belgische Stadt Gent, Freiburg, Magdeburg, Schweinfurt, Wiesbaden, Deggendorf, Rotenburg, Juist sowie die Stadt Bremen, und sogar Sao Paulo einen sog. „Veggi­Day" eingeführt - also ei­nen Tag in der Woche, an dem in städtischen Schulen, Kitas und Kantinen auf Fleisch verzichtet wird und stattdessen vegetarische Gerichte angeboten werden. Neben städtischen Einrichtungen sollen auch Restaurants, Mensen, Betriebskantinen und natürlich alle Bürgerinnen und Bürger motiviert werden, sich an dieser Mitmach­Aktion zu beteiligen und an diesem Veggi­Day bewusst auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten.

Die Stadt Gent hat errechnet, dass der jährliche CO2­Ausstoß von 18.000 Durch­schnitts­PKW vermieden werden kann, wenn alle 240.000 Einwohner an einem Tag pro Woche auf Fleisch verzichten. Dies entspräche rein rechnerisch einer CO2­Ersparnis von 32.000 Tonnen CO2.

Auf die Stadt Coburg gerechnet (ca. 41.000 Einwohner) hieße dies eine CO2­Reduktion pro Jahr um rund 5.470 Tonnen. Dies wäre ein nachhaltiger Schritt zur Erreichung von Klimaschutzzielen, die von allen Fraktionen angestrebt werden.

Bei der Veggi­Day­Kampagne soll es explizit nicht darum gehen, mit dem erhobenen Zeigefinger gegen den Fleischkonsum generell zu sein und für ausschließlich fleisch­lose Ernährung zu werben - der Sonntagsbraten soll bleiben! Ziel ist vielmehr, bei Einkauf, Zubereitung und Verzehr von Nahrungsmitteln genauer hinzusehen, sich auf regionale, saisonale und am besten biologisch angebaute Produkte zu besinnen und (zumindest) an einem Tag in der Woche bewusst auf Fleisch zu verzichten - um so die persönliche CO2­Bilanz zu verbessern und direkt zum Klimaschutz beizutragen.

 

Von weiteren positiven Gesichtspunkten (Stichworte wie Gesundheit, Natur­, Tier­und Ressourcenschutz bis hin zu sozioökonomischen Aspekten, auch auf globaler Ebene) ganz abgesehen.

Unter Einbeziehung der Erfahrungen der genannten Städte sollte die Verwaltung ei­nen Vorschlag ausarbeiten, wie auch in Coburg unter der Mitwirkung möglichst vieler Akteure ein „Veggi­Day" als öffentlichkeitswirksames und Bewusstsein bildendes Pro­jekt innerhalb der Coburger Klimaschutzkonzeption umgesetzt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Wolf­-Rüdiger Benzel

 


 

Ergebnis:

 

Der Antrag wurde gegen die drei Stimmen der Grünen im Stadtrat abgelehnt. Der tenor war, man könne niemandem das Fleisch essen verbieten...

 

 

 

 


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