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Gewaltprävention kann nicht durch Technik erfolgen - keine Videoüberwachung des Steinwegs

Aufgrund immer wiederkehrender Gewaltdelikte im Steinweg fordert die CSU Coburg, diesen durch Videotechnik zu überwachen. Dies soll zu „Präventionszwecken“ geschehen und vor sogenannten Aggressionsdelikten schützen. Die Grünen Coburg sind sich sicher: Diese Aufgabe kann Videoüberwachung nicht leisten. Besser sollte auf Präventionsarbeit durch Streetworker/innen und einen defensiveren Alkoholausschank gesetzt werden.

Wenn Gewaltdelikte ins öffentliche Interesse geraten, wird schnell der Ruf nach Videoüberwachung laut. Auch die Coburger CSU stimmt in diesen Tenor ein und fordert, den Steinweg mit dieser Technik auszustatten. Dabei sind sich Expert/innen einig, dass sich die Kriminalitätsrate hierdurch nicht senken lässt.

„Studien, wie etwa das Pilotprojekt der Berliner Verkehrsbetriebe, zeigen, dass die Verbrechensrate durch Videoüberwachung nicht sinkt“, erläutert Kevin Klüglein, Vorstandssprecher Bündnis 90/Die Grünen KV Coburg-Stadt. „Auch sind die rechtlichen Fragen zu diesem Thema nicht hinlänglich geklärt. Auf der Hamburger Reeperbahn musste eine ähnlich geartete Videoüberwachung wie im Steinweg zum Teil eingestellt werden, da hier die allgemeinen Persönlichkeitsrechte der Anwohner/innen verletzt wurden. Dies ist im Steinweg ebenfalls zu erwarten“.

 

Keine Videoüberwachung

 

Eine Auseinandersetzung der CSU mit den Ursachen der anhaltenden Gewalt im Steinweg, ist nicht zu erkennen. Dabei gibt es gute Pilotprojekte, die eine deutliche Reduzierung körperlicher Übergriffe erreichten und für die Coburger Situation herangezogen werden könnten. Zum Beispiel durch Streetworker/innen in Berlin-Kreuzberg oder Hamburg.

„Bei der Forderung handelt es sich um reine Symbolpolitik der CSU im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl. Der direkte Kontakt zu auffälligen jungen Erwachsenen hilft viel mehr, als die bloße Drohung durch die Kameralinse,“ ist sich Michael Eckstein, Bundestagskandidat der Grünen KV Coburg-Stadt, sicher. „Es müsste halt die Bereitschaft da sein, in Aufklärung und nicht in neue Technik zu investieren. Alle Feiernden durch Überwachung unter Generalverdacht zu stellen, lehnen wir Grüne ab“.

Eine Ausweitung der Polizeipräsenz im Steinweg bekämpft nach Ansicht der Grünen Coburg ebenfalls nur die Symptome der Gewalt und nicht die Ursachen. Daher stehen für sie die direkte Ansprache und eine deutlich defensivere Ausschankpolitik der ansässigen Gastronomie an erster Stelle der zu ergreifenden Maßnahmen. Denn zum einen ist es immer wieder diese Zielgruppe die auffällig wird, zum anderen ist in den allermeisten Fällen eine starke Alkoholisierung der Täter ein auslösender Faktor.

Kevin Klüglein

24.03.2018

 

 

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